66 /, 38.
erden viel, als ob er tod war. Darnach zehannd stund er wider auff und komzu im selber und sprach mit vernunfft und mit lautter stymm: 'Gott sey ge-danck, ich pin erledigt von den panden des posen geists.' Dobey was auchein pärting, der auch darzu hantraicht und den pawren hielt, der hat mir das5 gesagt. Derselbe erledigt und gesund pawr hüb sich haym zu haws zegeen mitfrewden und küm in einer kürcz hinwider und dauckt unnser lieben frauen irengnaden und irem diener dem vorgenanten bruder Walthern, und legt darzudie wort vor dem ganczen convent und sprach: 'Und ob in dem chloster nichtsannders heiltüm war denn der heylig man bruder Walther, mit des verdienen
10 ich von dem posen geist erledigt pin, es scholt der ganczen gegent hye bey ge-nüg sein.'
Novicius: Magna sunt que dicis etc. Du sagest grosse ding.Monachus: Non solum demones etc. Es sind nicht allain desselbenbruder Walthers heylikait die tewfel, sunder auch unvernüftig tyer gehorsam
15 gewesen. Nym war, dasselbe chloster hett zu der zeitt ein gar schön, groszpfärd, das was in solichem wert das der bischoff zw Tryer und auch der herczogvon Lütring dar umb chaufften. und hett ir yeglicher gern vierzick marck dar-umbe geben. Domit ward der convent bekümert und besorgt sich, ob sy ir einemdasselbe pfärd verchaufften, es würd villeicht der ander darumb belaidigt.
20 Des wurden sy zw rat und komen über ayn das sy dasselbe schön pfard demgrafen von Holland bey dem benanten bruder [47 v ] Walthern, dem sy zwenpärting zu fügten, umb sunst schanckten und zusantten. Die selben drey par-ting erhüben sich auff dy fart und fürten dasselbe schon pfärd mit in ledig ander hennde, und do des wegs für ein gehülcz in ein streisslein komen, do gieng
25 doselb auff einen anger ein grosse stüt mit pferden. Do die das pferd, das syfürten, ersach, do ward es schreyen und toben nach der stüt und raysz sichmit krefften von seinen fürern und eylt mit swindem lauff zu der stüt. Dieselben pärting eylte«, im nach, des ward die stüt auch fliehen, und ye ferrer sichdie stüt von in flüchtigt, ye ferrer das ledig, schön pf&rd von in aus iren äugen
30 kom. Und also warn sy an dem selben pfärd gar verzweifelt und hetten sichdes verwegen und kerten widerumb zw bruder Walthern. Derselb sprach zuin: 'Lieben prüder, lat uns fürbas reitten, das pfärd ist verloren, uns well dannunnser liebe fraw dasselb widergeben.' Und als sy des wegs vil nahent zwomeil geriten hetten, do kom dasselbe pfärd mit swindem lauff widerumb zu
4. das darüber geschrieben.
8. vor korrigiert aus von.14. Vor gehorsam steht gestrichen gewesen.21. bey] lat.: per.23. pfärd fehlt.
25. derstib. 28. eyltem.
29. Vor 2. von steht gestrichen gar.