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leich begrebnüsz in die freythove versagt zegraben. Seind auch der dienst derselben gesungen messz dem benanten Walthern mocht verdientleich gewesensein zu dem ewigen leben, ob das in heb Gots geschechen und gewesen war,so ist der selb unser lieben frauen geschechen zu eren und dein Walthern zu zeit-lichem Ion, wann solichen gütten werchen, die in todsünden geschechen, nach- 5volgt der zeitlich Ion. Auch weisent ettlich aus den schrifiten das solich güttewerch in todsünden machent den menschen schickleich zu enpfahen die gnadeGots. Das es war sey, das bewäret das hernach geschriben ebenpild.
Aliud exemplum.
Cum alio quodam tempore etc. Do zu einer andern zeitt der selbe 10ritter Walther auff einen jarmarckt körnen was, und do er mit vil andern ritternund chnechten messe hört, und als der selb priester in der Wandlung den chelchauff hüb, do sah er under desselben priesters füessen ein guidein chreücz, daranwas ein zetel oder ein priefel geheffet, daran solich wort geschriben warn: 'Crucemhanc etc. Dicz kreücz soltw tragen durch meinen, Marie Christi mütter, willen, 15die zetel sol geben werden meinem frewnt, ritter Walthern.' Do nach derselbenmesse der priester die selben zedel under seinen füessen fand und gelesen hett,do staig er auff den predig stül und rüfft mit lautter stymme: 'Ist yndert hyeein ritter genant Walther von Werbreck ?' Do sprachen ettlich: 'Nym war,hye stet er.' Do nam in der priester zu im an ein ort und gab im das kreücz 20und sagt im dobey wo er das funden und wer im das gesant hett. Er nam daskreücz mit freüden, und darnach zehant für er in den graben orden zum [45 v ]chloster Hemmerode und gab dosselbe chreücz dem appt do selbste.
Darnach in chürcz sand die gräfinn von Holland ir erberg potschafftzu dem appt und convent doselbs, das sy ir dasselbe kreücz umb irer fleissigen 25pet willen geben wolden. Der convent antwurt irn poten: 'Wir haben des chreücznicht macht von uns czegeben dann mit willen Walthers,' und sy hofften erscholt seinen willen darzu nicht geben. Die potschafft kom an bruder Walthern,do antwurt er und sprach: 'Ich hab nichts, das mein aygen sey, das chreüczist in meines appts gewalt.' Sicque dolentes sacram . . . Und domit müsten sy 30dasselbe heylig kreücz mit smerczen und layd den benanten poten zu der grafinnhanden geben. Desselben heyligen kreücz gold ist so chlares scheynes das allesanders goltt dogegen gestellet plaich gesehen wirt. Die selbe grafinn legt ez
4. ist fehlt. 7. in todsünden Zusatz Hartliebs.
9. Steht am Rande. 12. Nota bene (steht am Rande).
13. Lat.: sub eius pede, richtig = calicis pede, nicht wie oben übersetzt ist. er istaus v korrigiert, vnd' ist auf Rasur geschrieben.
15. solten. — tat.: Crucem hanc defer . . . amico meo Waltere Es ist alsotragen schon auf den frei gebrauchten Dativ meinem frewnt, ritter W. (= 'zu meinemFreunde, Ritter W.') mit zu beziehn. Burdach.
16. desselben.
17. vgl. oben zu 13. — lat. bloß: Quam [sc. cartulam] cum sacerdos legisset.
18. hye darübergeschrieben. 28. nicht darübergeschrieben. 32. ir.