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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
51
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I, 28. 51

Bas XXVIIj capitel.

Eodem tempore, quo dominus Engelbertus etc. Zw der selbenzeitt do her Engelbrecht, bischoff zw Cköllen, ein vessten von newen dingengepawet hett wider einen edeln man genannt Gebhardus, do was ein jungerritter, der wollt im vor derselben vessten vor andern aus dem selben her einen 5rüm und preys machen und verrantt sich, das er doselbs gefangen und lang zeittin eysen und fäncknüsz gehalten ward. Do versprach er und gelobt ein summ geltszegeben, das er der väncknüsz möcht ledig werden, darauff ward er aus dem turnund kärcher gezogen und ward in das ober haws in eysen und väncknüsz mit gütterhüet geleget. Eines nachtes do er slaffend was und sechs geraisig mann umb in 10lagen in der hwte, das er nicht solt danne komen, do rüfft er innikleich und heym-lich an unnser liebe frawen umb erlosung aus seinen pannden. In dem ward erentslaffen, und also ward er sich sehen danne gefürten in unnser chloster, undwie er darinn wäre und wider daraus gen wolt, do sprachen zwen münich zw im,die sein geporn frewnde warn: 'Ir sült nicht ausgen, ir wellet dann herwider 15körnen, wann die heylig junckfraw Maria von Hesterbach wirt euch von ewrerväncknüsz ledigen,' wann also ist unser chloster Hesterbach genant. Und indem [37>] ward der gefangen erwachen und sich des trawms erfrewen, dochgedacht er auff die sach, ob im das also in warhait fürköme, oder ob es ein trüg-nüsz wäre, und wolt des an ein warhait und wissen komen. Und do er zu den 20fuszeisen haimlich und still sein hant sendet, do zoch er einen der füesz an allemw aus dem eysen und in gleicher leichtikait ledigt er auch die hant aus demeysen, dasselbe hett er vormals offt versucht, er mocht aber bis auff die zeittnichts geschaffen. Und also von dem chklanch der fueszeisen und hanteysenward der hütter einer erwachen, des erschrackt er sere und wolt das fueszeisen 25wider an den fües haimleich gelegt haben, des mocht er nicht tun, dobey ver-stund er doch unnser lieben frawen hilff und wunderwerch, die sy an im tunwolt. In dem ward der benant hütter widerslaffen, do nam er des war und erhübsich stille auff und nam die ketten des füszeysen in ein hant und liesz sich anainem leylachen durch ein fenster aus der festen und floch dannen. Do des die 30hütter gewar namen, do eylten sy in und nachfolgten im mit huntten und mithorenplasen und mit grossem geschray, aber die menschlich hannde mocht innicht begreiffen, den die götlich krafft in seinen scherm het empfangen. Er komalso an der selben flucht zw uns in unnser goczhaus und pracht mit im die eisereinring zw hennden und fueszen, darinn er gefangen gelegen was, und oppfert die 35selben ring auff unnser lieben frauen allter und danckt domit irn genaden, das

1. Die Kapitelzahl ist auf den noch freien Raum des neuen Kapiteltextes hinteretc. eingefügt; es war da aber nur noch Platz für die Zahl. - XXVIII korrigiert aus XXVIIII.7. ver Zeilenschluß. 20. des aus das korrigiert.

24. Vor der steht gestrichen f.31. nachfolgtem.35. Vor zw steht gestrichen: auff vnns' liebe frawen allter vnd danckt domit.

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