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on verdienen des ewigen lebens, aber die pebegung der tugent und des gemütsmvigen des zu kainer zeitt tun, wann alles das an rechte lieb und an anndertugend geschieht, das ist tod vor Gottes äugen. Darumbe so hör ein gar nuezperunderschaidung aus den regeln der heyligen schriffte, dadurch du wol erkennen
5 magst, waran solichs verdienen und Ion lige. Wann der Ion zu dem ewigen lebender ligt bequämleich an der gnade Gots und ligt zufällikleich an dem freyenaygen willen, und ligt gestaltleich bey den tugenden, und bey den bebegungender tugenden ligt der Ion und das verdienen wesenleich, und bey den werekender tugenden als mit petten, lesen, wachen und mit den anderen vorgezalten
10 gutten wereken ligt es werckchzeugleich. Die selben underschaydung hettich dir yeezund völlikleicher erleuttert und ausgelegt, wer ich nicht mit densehungen und fürkomungen des vorgenanten säligen mannes bekümert, darzuich eyle zu volenden dieselben.
Quodam tempore etc. Zw einer zeitt do der selb Cristian kranck
15 lag und in der krancken prüder diener anpöt, das er etwas essen oder trinckensolt, ob er wolt, do sprach er zu im: 'Es sind nw syben tag vergangen, in den ichalletag unnsers lieben herren Jhesu Christi und der aller süssisten junckfrawMarien seiner mütter tröstung und haymsuchung empfangen han in irer gegen-würtikait und mit iren Worten, davon ich als süszleich getrost und bekrefftigt
20 bin das ich chaines essens noch tryncken zenyessen nicht beger.'
[25 r ] Alio iterum tempore. An einer andern zeitt do derselb aberkrancker zw seiner leezten zeit lag und seinen obgenanten sün Johanni ettlich er-scheynung, die im fürkomen warn, auslegt und erzalt, do das vernam her Geb-hart, diezeit siechmaister doselbs und hernach unser appte ward, von dem wir das
25 gehört haben, do lyeff er zu dem preyal und sagt im wie das derselb Cristianusettlich wunderzaichen seinem sün Johanni sagt und erzalte. So pald kom der-selb preyal zu im gangen und saezt sich für in, als ob er ichts mer sagen oderreden wolt, im zehörn, und er fragt in von der peichte auff das, das er in zeredeprächte. Er sprach zw antwurt: 'Ja, ich han gepeicht'. Der preyal sprach:
30 'Ich pitt euch das ir mir ettwas güts zu pesserung meines lebens sagen wellet.'Er antwurt: 'Was sol ich euch sagen? Ja, es ist yeezunt unnser liebe fraw vormir gewesen mit irem lieben sün, und do ich mein tagzeit vor kranckhait meinsleibs nicht gesprechen möchtt, do hulffen sy mir payde die zepetten und zuvolbringen.' Er was gewön ettleich besunder tagzeitt ze sprechen. Die selben
85 dinge alle hört derselb Gebhart, der dem preyal do zerucke sas. Er fragt inauch was chlaider oder gewants sy netten angehabt. Sein antwurt was, syhyetten khütten, als sy nach irm graben orden, angehabt, und sy wolden sicliim und dem orden zelieb darinn sehen lassen, als er sich durch iren willen dareinergeben hette. Und also starb er eines säligen endes und ward doselbs von den
11. den] korrigiert aus dir. 34. Es.