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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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24
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24 i, u.

wirdigen kirchen des stiffts unnser lieben frawen do selbs und ir gepet do oppfertenund kurczleich davon gelassen hotten, do giengen sy hin und her in dem selbentum, zeschawen den kostperlichen, grossen gepaw desselben unnser lieben frawengotshauss. Do belaib derselb appt Peter Ainauck an seinem gepett vor unnser5 lieben frauen allter, wann sein gedänck und betrachtung im vil mer stund zwdem hymlischen tempel Jerusalem dann zw dem gepaw des vergäncklichentempels zw Speyr, den sein vorgenant mitgeferten die weil beschawten. Undso er also in seinem andächtigen gepet geharrett het, do geng er zu seinem gefertenin den kreuczganck, do komen in enkegen etlich Chorherren doselbs, dy sy wirdik-

10 leich emphiengen und zu tische lueden. Do ward von ir ainem gefragt in welchesheyligen ere die selb wirdig kirche gestifft war, des ward im geantwurt, wie das-selb in unser lieben frauen ere gepawet und gestifft war. Do sprach der vorgenantappt Peter der Ainauck von Chlarei-all an der selben red aus unbedachtem mütalso: 'Das han ich vor wol gewisset.' Dasselbe wort und rede merckt gar aigent-

15 leich der preyal von Cistercy, wie er doch do selb darzu nicht redt, noch daraufffrag tätt. Aber alspald er für die stat zw Speyr kom, do gedacht er derselbenwort und sprach zw abpt Petern also: 'Herre und appt, sagt mir von wem ist177"] euch das zewissen getan, oder wie wisszt ir es, das der thum zw Speyrn inden eren unnser lieben frawen geweihet ist?' Abpt Peter was laidig und er-

20 schrackt ab den gesprochen Worten, doch antwurt er im und sprach: 'Mich hatgedunckt, wie wol zimleich und pilleich war, das ein solicher zierlicher thum inden eren der hymel künigin gestifft und geweist sey, des dy wol wirdig haubt frawsey.' Der vorgenant preyal erkannt wol sein heylikait und gedacht, wie im villeichtettwas davon in der kirchen von unser lieben fraw wer geoffenbart und sprach

25 zw im: 'Ich trag auff der vart den gewalt unnsers öbristen vaters, des abpts vonCistercy, und in chrafft desselben gewalts gepeutt ich euch das ir mir in meinerfürgelegten frag die warhait antwurtt.' Des antwurt er im aus dem gepot dergehorsam ernott mit schäm und sprach: 'Do ich gestrewet lag an meinem gepetvor dem allter unser lieben frawen und für mein sünd und versawmnüsz unnsers

30 wegs gepeten hette, do erschain mir unser liebe fraw und gab den segen über mich,den unser orden gibt über die dy in des closters notdurfft überlannde gewesenund desselben wegs wider haim komen sind, mit solichen worten: "Allmächtiger,ewiger Gott, bis dem gegenwärtigen deinem diener parmherczig, und was erschedlichs auff dem weg mit sehen oder hören poser ding oder mit müsziger,

35 unnüczer rede begangen hatt, das vergib ich genädikleich durch dein unau-sprechliche gütikaitt, durch lieb unnsers herren Jhesu Christi".'

(i. zuerg&ncklichen; lat.: in aedificiis eoiiuptibilibw.10. ir] ire mit ausgestrichenem e.13. Chlarenall.

17. Vor wem sieht ein gestrichenes z.22. wal. 23. Vor sey steht ein gestrichenes fr.

27. es