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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
18
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18 I, 7.

erschinen ein chloster swarczer man, der slüg den selben ritter mit einem grossenchnwtel zetod an der selben statt, das sach er in dem gcist. Und do er dasselbefürkomen [13 r ] und geistlich gesichtt dem vorgenanten ritter also fürlegt undsprach zw im: 'Herre. ir werdet in kürcz sterben, es sey dann das ir ablasset5 und hant abtut unser closter fürbas nicht mer zw beswären,' do gab er im dieantwurt er müsst das von seiner hawsfrawn wegen, die ein erb darzu war, fürsich treiben, wann sein hausfrau wer ym tägleich und swärlich darinn anhäbig,und also wolt er nicht des priesters rat und warnung volgen. Des ward er darumbvon closter mit päbstlichen brieven fürgeladen, davon das er dasselbe gut mit

10 gewalt und an recht an sich gezogen hett und unrechtleich besäsz. Und dierichtter und vorsprechen derselben sache hetten das recht und urteil lang ver-zogen und beschiden payden taylen zwen benannt tag, einen tag auff ein freunt-lich bericht, den andren tag auff das recht zw volfüeren in krieg.

Do dieselben zwen widertail mit gütleichkait nicht bericht mochten

15 werden und dannoch drey tag zw dem andren tag warn, den krieg wider zu vol-füren, das was Johanns von Horcheim, ein cönters auff dem Altenperg, demkom für des nachtes in treümen, wie das er in dem obgenanten closter Marien-stat war und hört die junckfrawn Marein mit loutten, vernamleichen wortenalso sprechen: 'Ich müs von der stat schaiden.' Der convers Johanns sprach

20 zw ir: 'Fraw, wohin wirst du komen V Sy sprach: 'Zw meinem lieben sün Christo,dem wil ich klagen über Wilhalnien von Helffenstain, der mich an der stat nichtmit rw wil lassen.' Des nächsten morgens darnach offenbart er dasselbe für-komen und sagt es des vorgenanten Wilhelms von Helffenstain keiner undsprach also zw im: 'Ir schültt für war wissen das ewr herr schier sterben wirtt

25 von des closters wegen zw Marien statt.' Des antwurt im derselb keiner undsprach zw im hönischen: 'Habt chain sorg darauff, wir [13 v ] wolten aber dochgern domit unbekümert sein.' Des ward darnach in kurczer zeitt dem selbenchelner umb seine vorgenante spot wort ein pain von seinen feinten ab gehawen,domit was im dasselbe spotten bezaltt. Auch desselben tags do sein vorgenanter

30 herre Wilhalm vor dem wald mit einem sparber payszens began, do begegentenim zwen des gräfen von Sein diener, dy fürten einen gefangen, der desselbenWilhalm undertan was, den hett er gern aus iren henden genomen; in demspann ward er mit einer glafen durchstochen und starb an der selben stat inseinen sünden.

35 An der selben stund und zeitt geschach das ein frawe mit dem posen

geist behafft in einem dorff etwas verr von der vesste Helffenstain groszleich

1. lat.: vir quidam nigerrimus. Lies im chloster ein swarczer man ? Burdach.12. freuntlich] fr anscheinend aus v korrigiert.16. cöners. 18. levtten; lat. clara voce. 26. sarg.

28. Vor chelner steht edeln gestrichen. 30. begegentem.

31. lat.: comitis Leynensis. lat.: lancea transfossus.