231Achter Abschnitt.sten sind seine Aphorismen, und die Abhandlung von derLuft, dem Wasser und den Erdstrichen. Janus Corna-rius aus Zwickau, der eigentlich, Johannes Hanbut hieß,aber sich den Namen Cornarius gab, hat eine Uebersez-zung mit Anmerkungen in drei Foliobänden herausgege-ben. Eine neue Uebersetzung von Dr. Pierer in Al-tenburg ist bis zum dritten Band gediehen, und die vonGrimm herausgegebene deutsche Uebersetzung ist nichtvollständig.Die Sagen oder Mythen Griechenlands sind vonPherecydes aus Scyros in einer Abhandlung bearbei-tet; die zwar den alten Schriftstellern bekannt war,aber nicht auf unsere Zeiten gekommen ist. Von Pa-laephatus, über dessen Lebenszeit man nicht gewiß ist,haben wir ein Bruchstük, aus fünfzig kleinen Mythenbestehend, welches das erste Buch seines größeren Wer-kes, von unglaublichen Begebenheiten (IIερι των απίσον)ausmacht. Auch von Heraclitus, einem alten Gram-matiker, der mit dem Philosophen Heraclitus nicht ver-wechselt werden darf, besitzen wir ein Fragment, dasdenselben Titel trägt, aber unerheblich ist.Die Künst, sich mit Abwesenden zu unterreden(die Kunst des Briefschreibens) ist wahrscheinlich sehr alt,aber sie ward erst in jenen Zeiten vervollkommnet, alsdie Beredsamkeit in Griechenland zur Blüthe kam. Manfindet in den Werken der Philosophen und Redner vie-le Briefe, die als Muster in ihrer Art betrachtet wer-den können. Aber es gab damals Leute, die den Na-men berühmter Männer mißbrauchten, und so geschah es,daß von den Briefen, die wir aus jener Periode besiz-zen, die wenigsten ächt sind. Man hat solche Briefevon dem ältern Anacharsis, der im sechsten Jahrhun-dert
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