Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
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Geschichte der Griechen,232dert vor der christlichen Zeitrechnung lebte, von der Thea-no, der Gattin oder Schülerin des Pythagoras, vonThemistokles, von dem Tyrannen Phalaris, von Sokra-tes und Chion. Einige dieser Briefe sind als Denkmä-ler der Vorzeit schäzbar, auch in Ansehung des Styls,und wir haben ihrer blos erwähnt, weil sie einen, je-doch sehr unerheblichen Theil der Litteratur bis zumTode Alexanders ausmachen.Die Wissenschaften, die vor und während dem Zeit-alter Alexanders die höchste Blüthe erreicht hatten, sien-gen schon während den lezten Lebensjahren dieses Ero-berers an zu sinken. Die Geschichtschreiber seiner Tha-ten wurden Lobredner, und die Redner, durch derenVortrag sonst Begeisterung auf freie Völker geströmtwar, verstummten, oder sanken zu Schmeichlern desFürsten herab, dessen Verirrungen aufzudecken gefähr-lich, und dessen gleichgültigste Handlungen zu loben ein-träglich war. Die blutigen Kriege, die nach AlexandersTod Griechenland verheerten, trugen das ihrige bei,um das Fortschreiten der Wissenschaften zu verhindern,die zwar bei den Ptolomäern in Egypten später einenruhigen Wohnsiz zu Alexandrien fanden, aber sich niemehr zu der Stufe empor schwangen, auf der sie inden Zeiten der Unabhängigkeit Griechenlands gestan-den. Indessen war Athen noch einige Jahrhundertenach dieser Zeit als der Siz der Wissenschaften, derKünste und der Bildung berühmt. Die Söhne deredelsten Familien aus Rom, und nachdem Konstanti-nopel zum Wohnsiz der Kaiser erhoben war, auch ausdieser Hauptstadt und aus allen Provinzen des wei-ten Reiches der Römer, empfingen hier ihren Unter-richt, und erst bei dem zerstörenden Einfall der Gothenward dieser alte Schauplaz des Ruhmes und der Wis-senschaften zu einem Dorf verödet; was der Fanatis-mus