Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
226
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Geschichte der Griechen,226den. Dies wird dadurch glaubwürdig, weil die meistenauf unsere Zeiten gekommenen Schriften reinwissenschaft-lich abgefaßt sind.Aristoteles theilte die Philosophie in die abstrak-te oder contemplative, und praktische. Zu der erstenGattung gehören: 1) Das Organon (Werkzeug) oderdie Logik, welche wenigstens zum Theil unächt scheint.2) Die Auslegungskunst der Namen und Wörter. 3)Die Analysis, in zwei Büchern. 4) Die Topik, inacht Büchern, und 5) die Lehre von den Trugschlüssen.Ferner 6) die Metaphysik in vierzehn Büchern,wovon mehrere unächt sind. 7) Die Psychologieoder Lehre von der Seele ist reich an empirischen Wahr-nehmungen, und eines der vollendetsten Werke diesesSchriftstellers; die Lehre von der Unsterblichkeit ist in-dessen vollständiger von Plato erläutert. Zu der prak-tischen Philosophie gehören 1) die Ethic an Nicoma-chus, eines seiner besten Werke. Die große Ethic inzwei Büchern, und die Ethic an Eudemus in siebenBüchern, gehören dem Aristoteles nicht an. 2) DiePolitik, in acht Büchern, ist das vorzüglichste Werkdesselben, und hat vor Plato's Schrift über denselbenGegenstand viel Vorzug. Es hat jedoch große Lückenund viele verdorbene Stellen, deren Verlust dasselbe un-vollendet läßt.In der Astronomie hat Aristoteles weniger gelei-stet, als seine Vorgänger, aber in der Zergliederungs-kunst der Menschen und Thiere ist derselbe vorzüglicherals alle Schriftsteller seines Zeitalters. Die Mathema-tik war ihm nicht so bekannt, als dem Pythagoras undPlato. Daß er aber auch vorzüglicher Dichter war, zei-gen sein Hymnus an die Tugend, und sein Iέπλος,ei-.