165Sechster Abschnitt.Sold von Sparta, und waren durch persisches Geldbezahlt. Agis war in beständigem Briewechsel mit dem.Darius bis zu seinem Tode; noch vor dem Treffen beiIssus hatte Sparta dem König von Persien ein Bünd-niß angetragen, das auch bereitwillig angenommen wur-155de. Diese Unterhandlungen waren dem wachsamen An-tipater nicht entgangen, aber sehr wahrscheinlich wurdedurch Alexanders Befehl angewiesen, sich ruhig zuverhalten, so lange Sparta's Groll nicht in Thätlich-keit ausbrach. Das Heer des Königs bedurfte theilszu den Besatzungen der eroberten Provinzen, theilszum Ersaz seines Verlustes beständiger Verstärkung ausMacedonien und Griechenland. Ein Krieg in dieſenkändern erregt, konnte Alexanders siegreiche Fortschrit-te im Osten hemmen, und weislich wurde die Züchti-gung Sparta's bis dahin verschoben, wo die Erobe-rung des persischen Reiches beinahe vollendet war, unddie Einverleibung der kriegerischen Gebirgvölker vonRedien, Bactrien und Sogdiana in das Heer des Kö-nigs, neue Verstärkungen aus dem fernen Macedoniennicht mehr so dringend forderte.Antipater hatte kaum die Unruhen in Thrazien ge-dämpft, als er mit vierzigtausend Mann schnell in denPeloponnes zurükkehrte. Er fand das spartische Heervor Megalopolis in Arkadien. Agis vermied die Schlachtnicht, ungeachtet Antipater ihm an Mannschaft überlegenwar. Nach einem hartnäckigen sehr blutigen Gefecht, inwelchem Agis und über fünftausend Lacedämonier getödtetauf dem Schlachtfelde lagen, siegte Antipater, aber auchsein Heer verlor beinahe viertausend Mann. Ungeachtetdieses Verlustes waren die Sparter entschlossen, den Kriegfortzusetzen; sie wurden jedoch durch den Eudamidas, derseinem Vater Agis auf dem Throne folgte, zum Frieden be-stimmt. Es wurde eine Gesandtschaft an Alexander ab-geschikt, um seine Gnade anzuflehen, und edelmüthig ver-zieh
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