Geschichte der Griechen,104und ward von Alexandern mit der Statthalterschaft derProvinz belohnt. (J. v. C. 329.)Während die Eroberung Persiens durch die Unter-werfung von Bactrien und Sogdiana vollendet, unddie neue Gränze durch die Beruhigung der Scythengesichert wurde, rief ein Aufstand Antipater, den ma-cedonischen Statthalter in Griechenland, nach Thrazien.Die Sparter und einige Gemeinden des Peloponneshatten unter allen Griechen allein zu dem Kriege ge-gen Persien keine Mannschaft gestellt. Sie behaupte-ten, wie wir bereits erzählt haben, auf der Versamm-lung der griechischen Staaten zu Korinth, wo Alexan-der in allen Würden seines Vaters bestättigt wurde, imjenen stolzen Charakter, der ihnen zu der Zeit, wo ih-re Republik an der Spitze des griechischen Staaten-vereins stand, geziemen mochte, der aber jezt, wo sieohne Bundesgenossen, dem Uebergewicht Macedoniensnicht mehr gewachsen waren, ganz ohne Zwek war. Auswirklicher oder scheinbarer Verachtung forderte Alexan-der von diesem Staate die Heeresfolge nicht, aber nachder Schlacht am Granicus, wo er die Weihgeschenke Iin den Tempel der Minerva zu Athen sandte, gab erdurch die Aufschrift einen deutlichen Beweis seiner Em-pfindlichkeit über das Betragen der Lacedämonier. Jeztals seine Krieger im Nordosten den zweifelhaften Kampfmit den Scythen bestanden, und Antipater in Thra-zien beschäftigt war, jezt glaubte Agis, der damalsmit dem Kleomenes in Sparta regierte, der Zeitpunktder Befreiung Griechenlands sey erschienen. Ein Heervon zwanzigtausend Mann zu Fuß und zweitausend zuPferd ward versammelt. Diese Krieger bestanden größttentheils aus Lacedämoniern; einige kleine Gemeindenaus dem Peloponnes hatten ihre streitbare Jugend mitdenselben vereint, und achttausend griechische Söldner,Flüchtlinge aus der Schlacht bei Issus, standen imSold
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