Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
158
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Geschichte der Griechen,153absitzen, und dagegen eben so viel auserlesene Fußgän-ger die ledigen Pferde besteigen. Im Gefolge dieser klei-nen Schaar war er die ganze Nacht geritten, als er amMorgen die Feinde in geringer Entfernung fliehend er-blikte. Nabarzanes und Barzaentes hatten, wahrschein-lich um ihre Flucht zu beschleunigen, ihren unglüklichenMonarchen ermordet, und Alexander fand nur den blu-tenden Leichnam des Darius. Dieser traurige Anblikwekte in ihm die Empfindungen des Mitgefühls für ge-fallene Größe; er ließ die königliche Leiche nach Persienführen, und in den Grabmälern der Könige zu Perse-polis bestatten. (J. 330. v. C.) Die Kinder des Dari-us wurden mit jener Auszeichnung behandelt, die ihremRange gebührte, und Barsine, die älteste Tochter, theil-te mit Alexander den Thron ihres Vaters. Mit gerech-tem Eifer wurden nun die Mörder des Königs verfolgt;Bessus, der Urheber der Verschwörung, ward von Spi-tamenes an die Macedonier verrathen, und mit grausa-men Martern hingerichtet. Ein ähnliches Schiksal trafauch den Nabarzanes und den Barzaentes. Ersterer fielin einem Treffen, der lezte ward von den, Indern ausge-liefert; die Treue der fünfzehnhundert Griechen und ih-res Anführers des Artabazus, eines Anverwandten desDarius, belohnte Alexander mit königlicher Milde. Spi-tamenes floh zu den Scythen, und erregte einen Krieg,über den wir nur sehr unvollkommene Nachrichten besiz-zen, obschon derselbe die Thätigkeit Alexanders einigeZeit hindurch beschäftigte. Um diesen neuen Feind zubekämpfen, durchzog der König Parthien und Hyrkani-en, und bezwang oder beruhigte die Mardier, Arier, Za-rangäer, und mehrere andere an dem Rande der scythi-schen Steppen wohnenden Völkerstämme mehr durch denSchrecken seines Namens, als durch das Schwert; daßsie nur dem Scheine nach unterworfen waren, bezeugendie in diesen Provinzen im Rükken der Macedonier ent-ſtandenen Unruhen.Wäh-

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