153Sechster Abschnitt.blieb übrig, als den Feind zu verfolgen, und hierdurchden Sieg zu vollenden. (J. v. C. 331.)Der Verlust der Perser in dieser Schlacht, die dasSchiksal der persischen Monarchie entschied, wird vonden Schriftstellern sehr verschieden angegeben. Wahr-scheinlich verloren sie nicht über vierzigtausend Mann,aber dennoch war ihnen dieser Verlust so empfindlich, undihr Muth durch dieses Treffen so gänzlich niedergeschla-gen, daß sich ihre noch immer sehr beträchtlichen Streit-kräfte nicht mehr zu einem Heere versammelten, undAlexander, der in dieser Schlacht nicht über zwölfhun-dert Mann an Todten und Verwundeten verlor, diegänzliche Unterwerfung Persiens nur durch den Kampfmit einzelnen Völkerstämmen ohne große Schwierigkeitvollenden konnte. Die schönsten Provinzen dieses Rei-ches, Babylonien, Suſiana und Perſis waren die Beu-te dieses entscheidenden Tages. Darius floh nach derStadt Arbela, von welcher auch die Schlacht ihren Na-men erhalten hat; das Dorf Gaugamela, in dessen Nä-he das Schlachtfeld war, ist ein kleines, unbedeutendesDorf. Der Fluß Lykus fließt zwischen dem Schlacht-felde und der Stadt Arbela. Man rieth dem fliehen-den König, sich durch Zerstörung der Brücke die Fluchtzu sichern. Er weigerte sich dessen, und wollte seine per-sönliche Rettung nicht durch Aufopferung vieler Tausendeseiner Unterthanen erkaufen. (Unsere Zeiten haben nachder Schlacht bei Leipzig, am 19. Okt. 1813, den nie-drigen Verrath gesehen, den ein verworfener Feind desMenschengeschlechts durch Sprengen einer Brücke an sei-nem fliehenden Heere begangen, nachdem er seine Personin Sicherheit ſah.)Gegen Mitternacht kam Darius nach Arbela. Erüberlies dem Sieger die Heerstrassen nach Babylon undSuſa, wandte ſich gegen die armeniſchen Gebirge, undfloh
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