151Sechster Abschnitt.Diese Ma-zen sichelartig gekrümmten Eisen bewaffnet.ſchinen waren beſtimmt, die Phalanx der Macedonierzu durchbrechen. Hinter den Sichelwagen standen fünf-zehn Elephanten, zum Kriege abgerichtet; auf ihrenRücken waren hölzerne Thürme befestiget, und mit dengeschiktesten Bogenschützen besezt. Die Führer der Ele-phanten hatten ihren Siz auf dem Kopfe des Thieres;dies war die Schlachtordnung beider Heere. Aber dieMacedonier waren durch Ruhe und Speise gestärkt,die Perser dagegen die verflossene Nacht in den Waf-fen geblieben, weil sie einen Ueberfall besorgten; einUmstand, der auf das Schiksal dieses Tages einen be-deutenden Einfluß hatte.Alexander führte jezt seinen rechten Flügel in schie-fer Linie zum Angriff. Hierdurch bezwekte er, daßnicht sein ganzes Heer zugleich mit einem so sehr über-legenen Feinde in das Gefecht kam. Darius ließ sei-nen linken Flügel ebenfalls links ziehen, um einem An-griff in der Flanke vorzubeugen. Da er jedoch besorg-te, hierdurch seine Stellung auf der Ebene zu verlie-ren, so befahl er den scythischen Hülfstruppen, diefeindliche Reiterei anzugreifen. Die Macedonier gien-gen den Barbaren muthig entgegen, und da von bei-den Seiten immer neue Verstärkung gesandt wurde,so ward das Gefecht der Reiterei bald allgemein. Nachlangem Widerstand wichen endlich die Perser. Nunsandte Darius die Sichelwagen gegen die Phalanx;aber Alexander hatte in die vordersten Glieder die ge-schiktesten Speerwerfer und Bogenschützen gestellt. Die-se verwundeten und tödteten die Pferde und Wagen-führer; so ward dieser Angriff vereitelt. Jezt trat dasFußvolk der Perser in das Treffen, mit demselben zu-gleich die dazwischen stehende Reiterei. Diese hinder-ten sich wechselseitig in ihrer Bewegung, Unordnung undLücken waren die unausbleibliche Folge, und Alexander,den
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