Geschichte der Griechen,128res mit den Griechen, und als sie durch die glänzendenSiege dieses Volkes von dem Joche der Perser befreitwaren, folgten sie den Fahnen Sparta's oder Athens, jenachdem ein oder der andere Staat die Oberherrschaft inGriechenland errungen hatte. Der schändliche Friede indem der Sparter Antalcidas den Ruhm des griechischen Vol-kes dem Eigennutze Lacedämons aufopferte, unterwarfdiese Pflanzstädte dem persischen Zepter wieder, undwenn ihnen auch ein Schattenbild ihrer frühern Verfas-sung blieb, so waren sie dennoch der Willkühr raubsüchti-ger Satrapen überlassen, und wie es schien, auf immervon ihrem Mutterlande getrennt. Sie warfen sich sämmt-lich ohne Widerstand in die Arme des Siegers, der, in-dem er die geliebten Formen ihrer alten Verfassung her-stellte, auch die angemessenen Vorkehrungen traf, um dieZügellosigkeit innerer Partheisucht zu verhindern, jedesVerdienst ermunterte, die drückendsten Abgaben erließ,und die Bewohner mehr wie Bundesgenossen, als wieUnterthanen behandelte. Diese unverhoffte und glükli-che Wendung ihres Schiksals erwekte in allen diesenStädten die innigsten Gefühle des Dankes für ihrenedelmüthigen Befreier, und indem sie sein Heer durchihre Jugend verstärkten, unterhielten sie durch ihreHandelsflotten die Verbindung mit Macedonien undGriechenland. Sie hatten in frühern Zeiten in ihrenHäfen zahlreiche Kriegsschiffe ausgerüstet, und Alexanderkonnte jezt, ohne eine persische Flotte zu fürchten, seineEroberungen fortsetzen.Noch war der Frühling nicht eingetreten, als der Kö-nig bereits sein Heer aufbrechen ließ. Eine Abtheilungdeſſelben durchzog die Berge von Lycien und Pamphy-lien, er selbst wählte den gefährlichen Weg an der See-küste von Phaselis nach Perga. Hier ist der Durch-gang bei südlichem Winde unmöglich, und dieser Windwehte, als Alexander den Zug begann. Als er sich derGe-
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