Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
126
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Geschichte der Griechen,126sien ihrer Ansprüche und Rechte auf Carien beraubt wor-den, obschon hier, so wie in dem ganzen oberen Asien,die weibliche Erbfolge statt fand. Sie hatte sich je-doch in dem Besiz der festen Stadt Alinda erhalten,Alexandern bei seiner Ankunft in Asien diese wichtigeFestung übergeben, und ihn als Sohn begrüßt. Die-ses Zutrauen vergalt der König reichlich und gerechtdurch die Wiedereinsetzung dieser Fürstin in ihr ange-stammtes Land; er überließ ihr überdieß zur Unterstüz-zung eine Schaar von dreitauſend Fußgängern und zwei-hundert Reitern. Jezt unterwarfen sich mehrere Für-sten von Kleinasien freiwillig; unter diesen war auchMithridates, der unter dem Namen eines Königs diepersische Provinz Pontus beherrschte. Dieser Fürst, derAlexandern auf allen seinen künftigen Feldzügen beglei-tete, war einer der Vorältern des berühmten ponti-schen Königs gleichen Namens, der mit den Römernlange Zeit glüklich kämpfte, aber endlich ihrem Glückeweichen wußte.Es ist kaum glaublich, daß die persische Flotte, diein den Häfen von Phönicien und Egypten ausgerüstetwar, binnen den beiden ersten Jahren des Krieges garkeinen Versuch machte, um die Küsten des persischenReiches zu beschützen. Zwar hatte Alexander eine Flotteunter den Befehlen des Nicanor in der See, aber diePerser waren dieser Flotte vielfach überlegen; demun-geachtet blieben sie ruhig in ihren Häfen, und der Kö-nig, der die Besatzungen seiner Schiffe nüzlicher zurFortsetzung seiner Eroberungen verwenden konnte, gabden Befehl, die Flotte nach Griechenland zurükzuführen.Der Winter war jezt eingetreten; die Krieger, die sichkurz vor dem Anfang des Feldzugs verheirathet hat-ten, wurden bis zum Eintritt des künftigen Frühlingsin ihre Heimath entlassen, und Kleander ward nach Grie-chenland geschikt, um frische Mannschaft anzuwerben.Durch

Kterther