Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
120
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120Geschichte der Griechen,an die Spitze der Reiterei seines rechten Flügels, über-gab dem Parmenio den Befehl über den linken, sand-te eine Abtheilung schwergerüsteter Reiter unter der An-führung Ptolomaeus des Lagiden voran, und warf sichunter dem Schalle der Trompeten und dem Freuden-rufe seines Heeres in den Fluß. Ihm folgte in acht Ab-theilungen die Phalanx. In schiefer Richtung gieng dasHeer über, damit die Flanke dem Feinde so wenig alsmöglich blosgestellt wurde, wenn das Ufer nach und nachgewonnen ward. Wie die ersten Reihen der Macedonierdurch die Pfeile erreicht werden konnten, schnellten diePerser ihre Geschosse ab; viele wurden von dem Uferherab durch Wurfspiese verwundet und die vorderstenGlieder der Macedonier waren, vorzüglich durch die Ta-pferkeit des Memnon und seiner Söhne, bereits in denFluß zurükgetrieben, als Alexander mit seinen Gefähr-ten und dem Kern der Reiterei festen Fuß am Ufer ge-wann. Die Tapferkeit des Königs, der durch den Glanzseiner Rüstung und die hohen Federn seines Helmeskenntlich war, brach bald die feindlichen Glieder, aberjezt näherten sich ihm die persischen Edlen, umgeben vonder auserlesensten Reiterschaar ihres Heeres. Unter ih-nen zeichnete sich Spithrobates, der Satrape von Jo-nien und Schwiegersohn des Darius, durch unvergleich-lichen Muth aus. Ihn wählte Alexander als einen wür-digen Gegner. Der Wurfspies des Satrapen verwun-dete den König, aber Alexanders Speer fuhr dem Per-ser in das Angesicht; er sank getödtet zur Erde. Rhae-saces, der Bruder des Satrapen, spaltete den Helm desKönigs mit seiner Streitart, doch indem er den Arm er-hob, um den Streich auf das halb entblößte Haupt desKönigs zu wiederholen, ward ihm von Klitus, einem vonAlexanders Gefährten, die Faust abgehauen, und derKönig gerettet. Die Reiterei des linken Flügels unterParmenio legte gleichfalls glänzende Proben ihres Mu-thes ab, und als die macedonische Phalanx das Uferer-