Fmd.
Fünfter Abschnitt.121erreichte, hatten die persischen Reiter, erschüttert durchdie Tapferkeit der Macedonier, und muthlos durch denTod ihrer Anführer bereits die Flucht ergriffen; aber nochstand das Fußvolk der Perser unbesiegt; dieses Fußvolkbestand, wie wir bereits erwähnt haben, größtentheilsaus griechischen Söldnern; sie verlangten von Alexan-der freien Abzug, aber der König, der in diesem Au-genblik in den griechischen Söldnern Verräther ihresVaterlandes erblikte, griff sie mit der Phalanx an, wäh-rend die von der Verfolgung der persischen Reiterei zu-rükkehrenden Schwadronen ihnen in den Rücken fielen.Das Pferd des Königs ward in dem hartnäckigen Kam-pfe getödtet, der von den auf allen Seiten gedrängtenSöldnern gekämpft wurde. Aber verlassen von derReiterei, umringt und ermüdet, unterlagen sie endlich;nur zweitausend wurden gefangen, die übrigen fandensämmtlich den Tod auf dem Schlachtfelde. Die Gefan-genen sandte Alexander gefesselt in die Bergwerke vonMacedonien, denn es bestand in Griechenland ein Gesez,nach welchem jeder, der gegen sein Vaterland die Waf-fen führte, das Bürgerrecht und die persönliche Freiheitverlor.Die meisten Anführer des persischen Heeres fielenin dieser denkwürdigen Schlacht. (J. v. C. 334.) DerVerlust desselben betrug gegen zwanzigtausend Mann zuFuß, und ungefähr zweitausend fünfhundert zu Pferd;ein unverhältnißmäßiger Abstand gegen den Verlust derMacedonier, der im Ganzen nur fünfundzwanzig Mannaus der Schaar der Gefährten des Königs, und beiläu-fig hundert Mann aus den übrigen Truppen betrug.Der König ließ sie sämmtlich in eine Grube beerdigen.Ihren Vätern und Kindern erließ er alle persönlichenDienste und alle Abgaben. Die Bildnisse seiner Ge-fährten ließ er von dem Lysippus in Erz gießen, und zuDium in Macedonien aufstellen. Als diese Stadt vonden