Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
112
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Geschichte der Griechen,112Vertrauen des Königs wieder zu erwerben, die Briefedes Demosthenes an Alexander schikte, durch welche erzur Empörung aufgefordert war. Aber der Königdurchschaute den Kunstgriff des Attalus. Er sandte ei-nen seiner Vertrauten nach Asien, mit dem Auftrage,diesen gefährlichen Feind seiner Ruhe zu tödten; dieserBefehl ward vollzogen, und die Erwartung der Griechen,Unruhen in Asien zu erregen, und Alexanders Machtzu theilen, vereitelt. Doch dieser Umstand schrekte dieGriechen nicht von der Ausführung ihres Vorhabens ab.Die Geschäftigsten waren die Theber, die zuerst den Kö-nig Philipp in das Herz von Griechenland gerufen, undin wahnsinniger Erbitterung gegen Phocis ihm den Ober-befehl über ihr eigenes Heer übertragen hatten. Sieriefen jezt die nach der Schlacht bei Chaeronea Verbann-ten zurük, ergriffen und mordeten die macedonischenBefehlshaber in einem Augenblik, wo diese nichts Feind-liches befürchtend ausserhalb der Burg waren, und be-lagerten die Besatzung.Alexander erhielt die Nachricht von der Empörungder Griechen, während er seine Siege gegen die Illyri-er verfolgte. Er zog sein Heer schnell zusammen, undehe noch die Botschaft von seinem Zuge nach Griechenlandkam, hatte er bereits seine Krieger durch Thessalien nachBöotien geführt, und ein Lager in der Nähe von Thebenbezogen. Hier machte er Halt, und gab den EmpörernZeit, zur Beſinnung zu kommen. Er trug ihnen ſogarVerzeihung und Frieden unter der Bedingung an, daßdie Urheber des Aufstandes ausgeliefert werden sollten,aber die Bewohner der Stadt, die damals über dreisig-tausend Bürger zählte, beharrten gegen den Rath derWeisesten, die auf eine Gesandtschaft an den König, undauf Entschuldigung der verübten Gewaltthätigkeit antru-gen, auf dem gefaßten Entschluß; sie griffen die Vorhutder Macedonier an, und schlugen sie zurük. Erbittertdurch

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