Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Fünfter Abschnitt.111te sie, was sie am meisten fürchteten.Des HimmelsEinsturze, antworteten die kühnen Barbaren. Mankennt den Zwek dieser Gesandtschaft nicht, aber es istmerkwürdig, daß hier zum erstenmal die Namen der Bo-jer und Senonen in der Geschichte genannt werden.Es genügte dem König, seine nördlichen Gränzenvor den Einfällen unruhiger Nachbarn gesichert zu ha-ben, die während dem Feldzuge nach Persien gefährlichwerden konnten. An den Ufern der Donau wurden demJupiter, dem Herkules, und dem Gott des FluſſesOpfer gebracht, und Alexander verließ ein unwirthbaresLand, um die Rüstungen zu dem großen Kriege zu voll-enden, den er jezt zu beginnen sich bereitete. Dochbei seiner Rükkehr nach Pella erfuhr er den Aufstandder Taulantier, eines illyrischen Stammes, der in Ver-bindung mit mehreren die Herrschaft der Macedonierverschmähenden Nachbarn ein sehr beträchtliches Heerunter der Anführung des Clitus, eines Sohnes derkühnen Bardyllis, und des Glaucias versammelt hatten.Der König drang über die westlichen Höhen der Ge-birge gegen Illyrien vor, und nach langwierigem, schwe-ren Kampfe siegte die Kriegskunst der Macedonier überdie ungeregelte Tapferkeit dieser Barbaren. Währenddiesem Feldzuge hatte sich in Griechenland die Nach-richt verbreitet, Alexander sey in einer Schlacht um-gekommen. Diese Nachricht ward begierig geglaubt,die Volksredner zu Athen trieben ihr gewohntes Spiel,Sparta sah sich im Geiste an der Spitze der Angele-genheiten Griechenlands; man benüzte schlau die persön-liche Feindschaft des Attalus gegen den König, und die-ser Feldherr, der jezt die Würde eines Statthalters inden griechischen Städten von Kleinasien, die dem ma-cedonischen Reiche unterworfen waren, bekleidete, warbereits entschlossen, mit den Griechen in eine Verbin-dung zu treten, als er, in der Hoffnung, das verlorneVer-