Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
95
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Vierter Abschnitt.95ten Flügel, den Athenern gegenüber, den linken führ-te der neunzehnjährige Alexander gegen die Theber. Inder Mitte der beiden Heere standen die Hülfsvölker.Die Athener begannen die Schlacht. Mit unvergleich-licher Tapferkeit und mit jenem Muthe, den Ehrgeiz,Ruhmbegierde, Rache, und vor allem die Liebe zurFreiheit erregen konnten, drangen sie gegen PhilippsPhalanx vor. Der rechte Flügel der Macedonier, undder Mittelpunkt des macedonischen Heeres wichen bald,gebrochen durch die Kraft ihrer entflammten Gegner.Aber während die Athener diese Abtheilungen ver-folgten, wurden die Theber von Alexander überwältigt.Die geheiligte Schaar die Zöglinge des Pelopidas unddie Gefährten seiner Siege, ward gänzlich niederge-hauen, die Reihen der Theber wurden getrennt, undihre Verwirrung durch die thessalische Reiterei voll-endet, die Alexander in ihre gebrochenen Glieder sand-te. Philipp stand mit einer Abtheilung seiner Pha-lanx im Rükhalt. Lysicles, statt die Begeisterung seinesHeeres zu benutzen, und diese Phalanx von der Seiteanzugreifen, verschwendete seine Kräfte in Verfolgungder flüchtigen Feinde. Philipp sah diesen verderblichenIrrthum, und schnell besezte er eine nahe Anhöhe. Vonhier aus griff er mit festem Schritte die schwankendenReihen der Athener mit unwiderstehlicher Kraft an, diemit blinder Zuversicht und ohne Ordnung heranstürm-ten. Mehr als tausend fanden ihren Tod durch dieSpeere der Macedonier; zweitausend wurden gefangen,die übrigen retteten sich durch schnelle Flucht. Demo-sthenes war einer der ersten, die den Schild wegwar-fen. Der König gab sogleich Befehl, mit dem Blut-vergießen einzuhalten, denn er sah jezt die Griechen alsseine Untergebenen an, und schonte sie zu einem an-dern. Zwek, den wir in der Folge entwickeln werden..Die Athener baten nun um die Körper der Erschla-ge-