Vierter Abschnitt.83kungen zu mehren, und dem Volke unerträglich zu wer-den. Mehrere Städte stellten zu Athen und in anderngriechischen Staaten die traurige Lage vor, in die sieversezt waren; die Athener sandten auf des Demosthe-nes Vorschlag den Phocion mit einem Heere nach Eu-boea, der mit Hülfe des empörten Volkes die macedo-nischen Besatzungen in kurzer Zeit vertrieb. Demosthe-nes hatte den Phocion auf diesem Feldzuge begleitet, undin den meisten Städten Euboea's die Bürger durch sei-ne hinreissende Beredsamkeit ermuntert, die Waffen ge-gen Philipp zu ergreifen. Sein Verdienst, dem der glük-liche Erfolg der Unternehmung größtentheils zugeschrie-ben werden konnte, wurde von den dankbaren Athenerndurch eine goldene Krone belohnt. (J. v. C. 342.)Während Philipps Besatzungen aus Euboea vertrie-ben wurden, war er selbst mit einer Unternehmung vongrößerem Umfange beschäftigt. Die griechischen Staa-ten erhielten einen großen Theil ihrer Lebensbedürfnisseaus den fruchtbaren Provinzen des Propontis und deseuxinischen Meeres. Die zahlreichen Städte, womitdie Ufer dieser Meere bedekt waren, belebten den Han-del der Griechen, und Philipp, dessen Staatsklugheitkein Mittel unbeachtet ließ, durch das er seinen Zwekzu erreichen hoffte, beschloß durch Eroberung der mäch-tigen Städte Perinthus, Byzanz und Selymbria Grie-chenland seiner ersten Bedürfnisse zu berauben, und hie-durch dessen Unterjochung zu vollenden. Aber die Athe-ner unterstüzten ihre alten Freunde und Bundesgenossendurch Zufuhren von Kriegsbedürfnissen; die Inseln, be-sonders Chios und Rhodus, sandten Lebensmittel undWaffen, Demosthenes selbst reiste nach Byzanz, und er-munterte die Bürger zum kräftigen Widerstand. VorPerinthus scheiterte Philipps Kriegskunst; die muthi-gen Bewohner schlugen alle Stürme ab, und zwangenendlich die Belagerer zum Rükzug. (J. v. C. 341.)F 2Der
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