Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
73
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Vierter Abschnitt.lust zurükgetrieben, und bedrängt von dem rastlosenSieger wandten sie sich zum drittenmal nach Athen.Sie klagten über die thierischen Ausschweifungen desCharidemus, dessen Miethvölker die Raubsucht ihres An-führers nachahmend, die unglükliche Stadt auf denPunkt gebracht hätten, wo nur die schleunigste undkräftigste Hülfe ihre Rettung möglich machte. Demost-henes und Aeschines sprachen nun mit allem Feuer ih-rer großen Talente für Olynth, und wekten die Athe-ner aus ihrer Unthätigkeit. Jezt beschlossen sie die fürdie Schauspiele bestimmten Gelder zur Hülfe der Stadtzu verwenden. Ein Heer von Bürgern ward ausge-hoben, und eine Gesandtschaft in den Peloponnes ge-schikt, um die dortigen Staaten zum Krieg gegenPhilipp zu entflammen. Während diesen Unterhand-lungen fiel Olynth hauptsächlich durch Verrath, dennauch hier hatte das Gold des Macedoniers eine Par-thei erkauft; der tapfere Apollonides, der an der Spi-ze der olynthischen Reiter Philipps Fortschritte bishergehemmt hatte, wurde eines Verständnisses mit denMacedoniern angeklagt, und aus der Stadt verwiesen.Mit ihm sank die lezte Schuzwehr von Olynth, dennnun ward der Heerbefehl zweien Miethlingen Philippsanvertraut, die bei einem Ausfall den größten Theilder Besatzung in einen mit dem Feinde verabredetenHinterhalt führten, wo dieselbe auf allen Seiten um-ringt und gezwungen war, die Waffen niederzulegen.Die ihrer Vertheidiger beraubte Stadt öffnete nundem Sieger die Thore; sie ward geplündert und zer-stört, die Bewohner als Sklaven verkauft, und dieVerräther selbst, Lasthenes und Euthykrates, vor Phi-lipps Augen niedergehauen. Er liebte nämlich, undbezahlte den Verrath, aber er verabscheute die Werk-zeuge. (J. v. C. 348.)Das traurige Schiksal dieser mächtigen Stadtmach=