Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
72
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Geschichte der Griechen,immer weiter greifenden Anschlägen Philipps mit Nach-druk entgegen zu gehen, behauptete er, daß der zurUnterhaltung der Schauspiele bestimmte Schaz wahr-scheinlich das einzige Mittel sey, um bei den gegenwär-tigen dringenden Umständen das Heer mit den nöthigenBedürfnissen zu versorgen. Er verbreitete sich überPhilipps Absichten, und enthüllte in einer meisterhaf-ten Rede für die Olynther die ganze Politik des Ma-cedoniers. Dennoch konnte er nur eine schwache Hül-fe von zweitausend Söldnern erringen, die unter derAnführung des Chares zum Schuz von Olynth abge-sandt wurden. Aber dieser Wüstling, dessen Gefolgeim Feld aus einer Anzahl von ausschweifenden Die-nern seiner Leidenschaften bestand, gab sich nicht die ge-ringste Mühe, den Zwek seiner Sendung zu erreichen;er segelte nicht nach Olynth, sondern landete an derKüste von Pallene, wo er einen Posten von achthun-dert Macedoniern aufhob, und dann nach Athen zu-rükkehrte, um seinen Triumph zu feiern. Indessen nä-herte sich Philipp der Stadt, nachdem er bereits dasganze Gebiet derselben erobert hatte. Eine zweite Ge-sandtschaft von Olynth zeigte den Athenern, wie sehrsie durch den vermeinten Sieg des Chares getäuschtwaren. Noch einmal unternahm Demosthenes, dasGesuch der Olynther zu unterstützen; aber vergebens for-derte er die Athener auf, eine hinreichende Anzahl ihrerBürger zum Schuz von Olynth abzusenden; wahrschein-lich glaubten sie, die Gefahr sey nicht so dringend,und nur viertausend Söldner zu Fuß nebst hundertund fünfzig Reitern wurden unter der Anführung desCharidemus abgeschikt; dieser durch Ausschweifungenaller Art berüchtigte Wüstling verheerte blos eine Pro-vinz Macedoniens, die zunächst an dem Gebiete vonOlynth lag, und warf ſich dann in die Stadt ſelbſt.Verstärkt durch diese Schaar wagten die Belagerteneinen Ausfall, aber sie wurden mit empfindlichem Ver-luſt

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