Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
62
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62Geschichte der Griechen,erkenne, und vereitelte dadurch der bedrängten Stadtjede Hoffnung zum Entsaz. Sie ergab sich endlichPhilipps Willkühr, der sie mit Macedonien vereinigte.(J. v. C. G. 357.)Nun belagerte und eroberte Philipp die StädtePydna und Potidaea; er übergab dieſelben ſogleichden Olynthern, die Athener, die in beiden Städtenin Besatzung lagen, sandte er ohne Lösegeld zurük,und entschuldigte sich mit dem Drang der Umstände,die ihm geböten, Amphipolis zu behalten, und sichseines Versprechens gegen die Olynther zu entledigen.Die Athener, die damals in den unglüklichen Kriegmit den Bundesgenossen verwickelt waren, sahen nunPhilipps Hinterlist ein, aber sie hatten das Bündnißmit dem mächtigen Olynth verächtlich abgewiesen, undkonnten nicht hindern, daß jezt auch die Stadt Cre-nidae in Thrazien, nebst den berühmten und reichenGoldbergwerken des Gebirges Pangaeus von Philippin Besiz genommen wurden. Diese Bergwerke wur-den nun, nachdem sie seit geraumer Zeit von den un-wissenden Thraziern vernachlässigt waren, wieder ge-öffnet, und mit so ausserordentlichem Fleiße betrieben,daß Philipp jährlich bis zum Belauf von zwei Millio-nen Gulden an Goldmünzen ausprägen konnte. Die-ser Fürst, der die Kunst der Bestechung so gut kann-te, daß er sagen durfte, keine Festung könne ihm wi-derstehen, in die ein mit Gold beladenes Maulthierzu bringen sei, fand in dem Besiz der pangäischenBergwerke das sicherste Mittel zur Unterjochung vonGriechenland. Durch diesen mächtigen Hebel erkaufteer sich Anhänger in allen griechischen Republiken, dieihn nicht nur von allen Staatsgeheimnissen unter-richteten, sondern auch die Maasregeln hintertrieben,die man gegen seine Anschläge zu ergreifen Willenswar.Nach