Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
51
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Dritter Abschnitt.51Thaten der Theber keinen besondern Rang in der Ge-schichte behaupten, so war dieser Staat doch nochlange das Haupt des nördlichen Griechenlands, undentschied selbst in dem Rathe der Amphictyonen.Die Schlacht dei Mantinea war die größte, dieje von Griechen gegen Griechen gefochten wurde, dennes stunden hier über fünfzigtausend Krieger unterden Waffen, und man focht mit einer Hartnäckig-keit, die der Wichtigkeit des Gegenstandes, näm-lich der Herrschaft über Griechenland, würdig war.Sehr wahrscheinlich würde Theben sich auf dem hohenRang behauptet haben, auf den es sich durch die krie-gerischen und bürgerlichen Tugenden des Epaminondaserhoben hatte; aber seit dem Tode dieses Feldherrntrat an die Stelle des regen Lebens ein mühsamesRingen nach Selbsterhaltung, und nach einem lang-wierigen Kriege, der die Leidenschaften der im Kampfebegriffenen Staaten nicht zu beruhigen vermogte, wardunter Vermittlung des Königs Artaxerxes ein Friedegeschlossen, bei dem die Staaten ihre Besitzungen, undjede Macht ihre Unabhängigkeit von der andern behaup-tete. Die Ruhe, deren jezt Griechenland genoß, wareine Erschöpfung, wie sie nach langen Kriegen gewöhn-lich eintritt.Sparta allein wollte die Bedingniß nicht anneh-men, wodurch Messene wieder in die Reihe der griechi-schen Staaten trat, aber Artaxerxes beharrte auf sei-nem Ausspruch, und nun unterstüzten die Sparter denAufruhr, der in Egypten gegen die Oberherrschaft derPerser ausgebrochen war. Sie sandten dem Oberhauptedieses Aufruhrs, dem Taches, tausend Lacedämonier, undzehntausend Söldner; Agesilaus führte dieses Heer nichtzum Siege, sondern zur Beute nach Egypten, und deralteD 2