Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
49
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Dritter Abschnitt.49in dem Gedränge des Gefechtes eine tödtliche Wundedurch einen Wurfspies erhielt, und aus der Schlachtauf eine nahe Anhöhe getragen wurde. Mit dem Fallele dieses berühmten Heerführers verschwand der Geist,der bis jezt den Muth der Theber geleitet hatte; siedurchbrachen zwar die feindlichen Reihen, aber sie ver-stunden nicht, die errungenen Vortheile zu benützen.Die Feinde sammelten sich auf verschiedenen Punktendes Kampfplatzes, und erneuerten das Gefecht mitGlük und Muth. Die Reiterei der Athener hieb dieleichten Truppen nieder, die in den Zwischenräumender thebischen Reiterei aufgestellt, den schnellen Bewe-gungen derselben nicht folgen konnten; die Athenergriffen nun auch eine Abtheilung von Truppen an, diebestimmt war, ihnen in die Seite zu fallen; überallwechselten Sieg und Niederlage in beiden Heeren, alsplözlich von beiden Seiten zugleich das Zeichen zumRükzug ertönte. Die Krieger, ermattet von dem lan-gen blutigen Kampfe, ruhten auf ihren Waffen, undbeide Theile eigneten sich den Sieg zu. Die Theber,weil sie den rechten Flügel der Lacedämonier durchbro-chen, und auf dieser Seite das Schlachtfeld behaup-tet hatten; die Athener, weil sie die Abtheilung derleichten thebischen Truppen niedergehauen, und denHinterhalt der Theber geschlagen hatten. Doch ver-langten die Lacedämonier zuerst ihre Todten zum Be-gräbniß, und legten hierdurch das Geständniß der ver-lornen Schlacht ab. Die Schlacht bei Mantinea fälltin das Jahr 363 vor Christi Geburt.Epaminondas war aus dem Getümmel der Schlachtauf eine Anhöhe gebracht worden, und nun als dasZeichen zur Waffenruhe gegeben war, versammelten sichdie thebischen Befehlshaber um ihren sterbenden Feld-herrn. Die Wundärzte untersuchten die Wunde; dieSpitze des Wurfspieses, dessen Schaft abgebrochen war,2r Band.Dſtok