Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
47
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Dritter Abschnitt.47Stadt Sparta zu bemächtigen, die jezt ohne Verthei-digung war, da der König Agesilaus mit den sparti-schen Kriegern bereits bei Mantinea lagerte; doch kaumhatte Ageſilaus von dem Anſchlag des EpaminondasNachricht erhalten, als er durch einen Eilboten dieStadt von der drohenden Gefahr unterrichtete, undmit einer auserlesenen Schaar zur Hülfe heran zog.Kaum war er in der Stadt angekommen, als dieTheber über den Eurotas giengen, und sich zum An-riff bereiteten.Epaminondas, der seinen Anschlag entdekt sah,beschloß nun durch die Tapferkeit seiner Krieger denZwek zu erreichen; er griff die Stadt von verschiede-nen Seiten an, und drang bis zu dem Marktplaz vor.Aber die Sparter fochten männlich für ihren Heerd;mit unglaublicher Tapferkeit warfen Agesilaus und seinSohn Archidamus die Theber aus der Stadt, abervor der Stadt sammelten sich diese wieder, und trie-ben die verfolgenden Sparter zurük. Ein jungerSparter, Isadas mit Namen, hatte sich ganz entklei-det und mit Oel gesalbt. In der einen Hand denSpeer, in der andern das Schwert, drang er durchden dichtesten Haufen der Feinde, tödtete ihrer viele,und kehrte unbeschädigt zurük. Die Ephoren ehrtenseinen Muth durch eine Krone, aber sie straften ihn,weil er gegen das Gesez ohne Schild gefochten.Der Feldherr der Theber befahl nun den Rükzug;er wendete sich gegen die Stadt Mantinea. Sein Heerordnete er so, daß die Abtheilungen auf dem Marsch be-reits die Stellung nahmen, die ſie in der Schlacht be-haupten sollten. Eine einfache Bewegung aus der Marsch-säule in die Linie bildete sogleich die Schlachtordnung derTheber. Epaminondas war über die Hügel zwischenLegen und Mantinea herangezogen. Ihm gegenüberstand