Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
46
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46Geſchichte der Griechen,wegen dem Tempelraube zu berathschlagen; sie wurdenauf eine hinterlistige Weise ergriffen und in das Ge-fängniß geworfen. Entrüstet über diese Niederträchetigkeit boten die Mantineer sogleich alle Städte vonArcadien auf, die Waffen zu ergreifen, und ihre durchniedrigen Verrath gefangene Mitbürger zu befreien.Zu gleicher Zeit wurden Abgeordnete nach Theben ge-schikt, um über das erduldete Unrecht Klage zu führen.Der thebische Befehlshaber in Tegea sezte nun die ge-fangenen Mantineer in Freiheit, aber das Vertrauender Arkadier war dadurch nicht wieder hergestellt, dennsie sahen ein, daß Theben über seine Verbündeten jeztdieselbe Herrschaft übte, wie vorhin Sparta. DieArkadier verbanden sich nun mit Achaja und Elis; sieschikten Gesandte nach Athen und Sparta, um durchdie Hülfe dieser Staaten die Unabhängigkeit des Pelo-ponnes zu ſichern.Epaminondas ward nun mit einem beträchtlichenHeere in den Peloponnes gesandt; dieses Heer bestandaus der Blüthe der böotischen Jugend, und einige tau-send thessalische Reiter waren von dem König Alexanderund von den durch Pelopidas befreiten Städten als Ver-stärkung geschikt; der Feldherr konnte übrigens auf dieDankbarkeit der Messener und der Bewohner von Me-galopolis, nebst diesem aber auch auf die Hülfsvölkervon Argos zählen. Er rükte bis nach Nemea, be-rühmt durch die zum Gedächtniß der Thaten des Her-kules gefeierten Spiele, vor, in der Hoffnung, dieFeinde ehe sie sich in ein Heer versammelt hatten, ein-zeln zu schlagen. Aber die athenischen Hülfstruppenwaren nicht durch die Landenge bei Korinth in denPeloponnes gezogen, sondern nach den Küsten von La-cedämon gesegelt, und das Heer der Peloponneser warbereits bei Mantinea versammelt, als Epaminondasnoch bei Nemea stand. Er beschloß nun, sich derStadt