Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
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45Dritter Abschnitt.verwickelt. Unstreitig waren die Arkadier die tapfer-sten unter den Griechen, und alle Staaten buhlten.um ihr Bündniß. Nachdem Sparta durch die unauf-hörlichen Kriege, und neuerlich durch den Verlust desGebietes von Messene geschwächt war, glaubten dieArkadier, sie würden leicht den ganzen Peloponnes er-obern können; sie suchten sich vor allem des Gebietesvon Elis zu bemächtigen, denn hier wurden die olym-pischen Spiele gefeiert, und der Tempel Jupiters wek-te die Begierde nach Raub, die gewöhnliche Begleite-rin roher Tapferkeit. Sie eroberten bald, das Gebietihrer unkriegerischen Nachbarn, und hatten bereits dieSpiele der hundert und vierten Olympiade (J. v. C.504) begonnen, als die Elier sie unvorbereitet über-fielen, und die Feier des friedlichen Festes durch krie-gerisches Getümmel unterbrachen. Die Arkadier undihre Bundesgenossen wurden aus den geweihten Hai-nen getrieben, und von den Eliern verfolgt; aber baldsammelten sich die Fliehenden wieder, und schlugen dieElier zurük. Sie vollzogen nun ohne weitere Stö-rung die Spiele, und bemächtigten sich des Schatzesin dem Tempel Jupiters; doch die vornehmsten StädteArkadiens, besonders Mantinea, verabscheuten diesenRaub, und schikten den Antheil zurük, den man ih-nen zugesandt hatte. Diese Handlung der Gerechtig-keit brachte diejenigen zur Erkenntniß, die an dem Raubenicht unmittelbar Theil genommen hatten, und die Ständevon Arkadien sezten die Elier wieder in ihr Gebiet undin den Tempel Jupiters ein. Aber die Archonten und jene,die sich eines großen Theils der geraubten Schätze be-mächtigt hatten, fürchteten jezt, zur Rechenschaft gezogenzu werden. Sie wandten sich an den thebischen Befehls-haber zu Tegea, und wendeten vor, die Arkadier seyenim Begriff, mit Sparta ein Bündniß abzuschließen.Die Stände von Arcadien waren eben damals zu Te-gea versammelt, um über die Entschädigung der Elierwegen