Dritter Abschnitt.41fehlshaber. Jezt ward der Tyrann geschlagen, und zumRükzug genöthigt. Er bat um Frieden, aber es wardihm nur ein Waffenstillstand auf dreisig Tage unter derBedingniß zugestanden, den Pelopidas und Ismenias so-gleich auszuliefern. Alexander, der fortfuhr, gegen seinVolk zu wüthen, ward nach einigen Jahren von seinerGattin Thebe mit Hülfe ihrer drei Brüder ermordet.Pelopidas war unmittelbar nach seiner Befreiungnach Theben zurükgekehrt, und sogleich ward die Reisean den Hof des Königs von Persien angetreten. DerSparter Antalcidas, der, wie wir erzählt haben, denschimpflichen Frieden mit Persien abgeschlossen hatte, be-fand sich bereits an dem Hoflager des großen Königs,und wurde wegen seiner früheren Verdienste mit vielerAuszeichnung behandelt. Aber der männliche Anstanddes Pelopidas und die Beredsamkeit, mit der er dieVerbindung seiner Vaterstadt mit den Persern bei demersten Feldzuge nach Griechenland hervorhob, vielleichtauch die Erinnerung an die feindlichen Anfälle der Spar-ter unter dem Agesilaus, stimmten das Gemüth des Kö-nigs gänzlich zum Vortheil des thebischen Gesandten.Die Vorschläge, die er dem Artaxerxes machte, bestun-den in einer engen Verbindung zwischen Persien undTheben. Athen sollte seine Flotte abtakeln, und Mes-sene nebst seinem Gebiete, das die Theber kürzlich vonSparta abgerissen hatten, sollte für unabhängig vondiesem Staate erklärt werden. Wenn Athen und Spar-ta sich diesen Beziehungen nicht fügten, sollten sie vonPersien, Theben und ihren Verbündeten durch die Ge-walt der Waffen hierzu gezwungen werden.Der Monarch genehmigte diese Vorschläge, dieals ein neuer Sieg Thebens über Sparta, besonderswegen der Bestättigung der Freiheit von Messene, be-trachtet werden konnten. Ein vornehmer Beamterward
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