40.Geschichte der Griechen,geordnete Stelle. Der Tyrann, der mit seinen Söld-nern an jedem Widerstand verzweifelte, unterwarf sichden demüthigenden Bedingnissen, die ihm von den the-bischen Befehlshabern vorgeschrieben wurden. Kaumwar diese kurze Fehde, geendet, als Pelopidas mit sei-nem Heer nach Mazedonien eingeladen wurde, um diestrittige Erbfolge in diesem Königreiche festzusetzen.Amyntas, der jüngst verstorbene König, hatte dreirechtmäßige Söhne, den Alexander, Perdiccas undPhilipp hinterlassen; nebst diesen einen natürlichen Sohn,Namens Ptolomaeus. Alexander der dem Amyntas aufdem Throne gefolgt war, starb nach dem ersten Jahreseiner Regierung. Perdiccas war noch unmündig, undPtolomäus ergriff, unterstüzt durch den Anhang, dener sich während der kurzen Regierung des Alexanderverschafft hatte, die Zügel des Reiches. Die Freundedes Perdiccas wandten sich an Theben, und Pelopidas er-hielt und vollzog den rühmlichen Auftrag, den recht-mäßigen Thronerben einzusetzen. Ptolomäus ward ver-bannt, und Perdiceas bestieg den Thron. Um die Ru-he des Landes zu sichern, wurden Geissel gefordert;unter diesen war Philipp, der nachherige Besieger Grie-chenlands.Auf der Rükkehr von diesem ehrenvollen Auftragward Pelopidas, der einen Theil seines Heeres voraus-gesandt hatte, um die Geissel nach Theben zu bringen,verrätherischer Weise von dem Tyrannen von Pheraeüberfallen, gefesselt, und in das Gefängniß geworfen.Die thebischen Krieger brannten vor Begierde, diesenVerrath ihres geliebten Feldherrn zu rächen, aber ob-schon ihnen eine beträchtliche Schaar aus dem Vaterlan-de entgegen gesandt war, litten sie doch von der Ueber-zahl der feindlichen Söldner, denn es fehlte ihnen eintüchtiger Anführer. Sie wählten einstimmig den Epa-minondas, der jezt in ihren Reihen diente, zu ihrem Be-fehls-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten