Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

Dritter Abſchnitt.39losgesprochen, und gieng mit derselben Bewunderungaus dem Gerichtshofe, wie aus der Schlacht bei Leuctra.Die Sparter, die mit Recht befürchteten, derEinfall des Epaminondas in ihr Gebiet würde imnächsten Sommer wiederholt werden, schikten jezt Ab-geordnete an diejenigen Staaten, die noch einige Anhäng-lichkeit an ihr bisheriges Bündniß zeigten, oder diedurch das schnelle Wachsthum des Staates von The-ben beunruhigt wurden. Selbst an den Hof des Ty-rannen Dionys von Sizilien, und an den großen Kö-nig giengen Botschafter ab, theils um Hülfe gegenTheben zu verlangen, wenn der Krieg fortgesezt würde,theils um einen dauerhaften Frieden zu vermitteln.Beſonders hatte die Geſandtſchaft nach Perſien die-sen Zwek, und es ist merkwürdig, daß von allenStaaten Griechenlands zu gleicher Zeit Gesandte beidem großen König eintrafen, und ihm gewissermas-sen das Schiedsrichteramt über ihre gegenseitigenVerhältnisse auftrugen. Von Theben war Pelopi-das zu diesem Geschäfte ernannt; doch ehe wir denErfolg dieser Verhandlungen erzählen, müssen wir dieBegebenheiten des Krieges erwähnen, den die Theberin Thessalien rühmlich führten, und bei dieser Veran-lassung die Angelegenheiten Macedoniens regelten.Seit Jasons Tod war Thessalien durch innerlicheUnruhen zerrüttet; die Brüder und Verwandten diesesFürsten beraubten und mordeten sich wechselweise, undAlexander, der Tyrann von Pherae, hatte sich endlichdes ganzen Raubes bemächtigt. Aber seine Untertha-nen, die er mit blutiger Geissel beherrschte, standengegen ihn auf, und verlangten Hülfe von ihren Nach-barn, den Thebern. Diese sandten ein Heer zur Un-terstützung. Pelopidas und Ismenias waren die An-führer desselben. Epaminondas bekleidete eine unter-ge=