Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
38
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38Geschichte der Griechen,Epaminondas die Stadt Megalopolis gegründet undbefestigt.Das Heer der Athener unter Iphicrates war be-reits nach Corinth vorgerükt, als Epaminondas ausLaconien abzog. Schon war die Zeit verstrichen, diedas Gesez seines Vaterlandes zur Befehlshaberstellevorschrieb; die Bundesgenossen der Theber hatten dasHeer verlassen, um ihre Beute nach Hause zu bringen,und die Lebensmittel wurden seltener; sie waren zumTheil verzehrt, zum Theil auch durch die Plünderungzerstreut oder vernichtet. Iphiorates unternahm nichts,was den Rükzug des Epaminondas durch die Landenge bei Corinth hätte verhindern können; zwar hatteer den Berg Oneion besezt, aber der Weg über Cen-chreae war offen, und auf diesem waren die Theberabgezogen. Die Athener tadelten ihren Feldherrn; dieTheber forderten den Epaminondas und Pelopidas vorGericht, weil sie den Heerbefehl einen Monat längerals das Gesez bestimmte, behalten hatten. Auf die-ses Verbrechen war die Todesstrafe gesezt, und die An-kläger bestanden auf der Vollziehung dieser Strafe.Pelopidas, der nie vor dem Schwerte der Feinde ge-zittert hatte, vertheidigte sich mit weniger Stärke desGeistes, als man erwarten konnte. Seine Rede warschwankend, und nicht ohne Schwierigkeit ward er los-gesprochen. Epaminondas erschien dagegen mit einerZuversicht, die das Bewußtseyn großer Handlungen ge-währt; er erzählte, wie er Lacedämon verheert, Messe-ne und Megalopolis erbaut, und die Arkadier in ihreStadt Mantinea wieder vereinigt habe, und ſchloß mitden Worten: Er fürchte den Tod nicht, aber dieTheber mögten zugleich allem Ruhm entsagen, den erihnen erkämpft habe, und blos auf sein Dermal sezzen: er sey dafür am Leben gestraft worden, daß erſo große Thaten vollzogen habe. Er ward einmüthiglos-