Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
31
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Zweiter Abschnitt.51er der spartischen gegenüber. Die Reiterei begann dasTreffen. Die Theber waren besser beritten, und warfenbald die spartischen Reiter auf das Fußvolk zurük, dasdadurch in Unordnung gerieth. Epaminondas folgteseiner Reiterei auf dem Fuße nach, und griff den Pha-lanr der Sparter mit unwiderstehlicher Kraft an. Zwarsuchte Kleombrotus den weit ausgedehnten rechten Flü-zel der Theber anzugreifen, aber die heilige Schaar,von Pelopidas angeführt, schlug diesen Angriff zurük,und fiel nun der lacedämonischen Phalanx in die Flan-ke. Die Schlacht war hartnäckig und blutig, denndie Sparter, die ihren König von zwei Seiten bedrängtsahen, eilten ihm zu Hülfe. Sie kämpften mit ange-stammten Muthe, aber als ihre Reiter, die den Königzunächst umgaben, gänzlich niedergehauen, und der Kö-nig selbst, mit Wunden bedekt, unter dem Schwertder Theber gefallen war, da verzweifelten sie an demAusgang der Schlacht, nur den Körper des Königszu retten, war ihr einziges Bestreben, und sie erreich-ten ihren Zwek. Epaminondas war unermüdet, seineSchlachtordnung zu behaupten. Durch wiederholte,mit Schnelligkeit und Ueberlegung ausgeführte Angriffegelang es ihm, die lacedämonische Phalanx gänzlich inUnordnung zu bringen, und zu zerstreuen. Die Bun-desgenossen auf dem linken Flügel der Sparter, dieohnehin widerwillig an diesem Krieg Theil genommenhatten, zogen sich schnell zurük, nachdem sie die Nie-derlage und den Tod des Kleombrotus erfuhren, aberdie Theber verfolgten sie nachdrüklich, und tödtetenüber zweitauſend auf der Flucht. Epaminondas bliebHerr des Schlachtfeldes, und die Lacedaͤmonier verlang-ten und erhielten ihre Todten. Die Theber errichtetenein Siegesdenkmal nach dieſem denkwürdigen Tage.J. v. C. 371.)Die Nachricht von diesem blutigen Verlust kamzu