Geschichte der Griechen,50vierhundert Reitern. Ein Paß ward von den Thebernbesezt, und Kleombrotus gezwungen, durch einen Um-weg seinen Zug fortzusetzen. Er lagerte bei Leuetra,einer kleinen Stadt zwischen Thespiae und Plataea.Das Heer der Theber lagerte auf den Hügeln im An-gesicht des Feindes. Ungeachtet der unverhältnißmäßi-gen Anzahl der Sparter und ihrer Bundesgenossenbeschloß Epaminondas die Schlacht. Vor dem An-fang des Treffens ließ der thebische Feldherr verkün-den, daß Alle, die die Sache, wofür er kämpfte, nichtbilligten, die Erlaubniß zum Abzug hätten. DieseVergünstigung benuzten die Thespier; sie zogen ab,und mit ihnen ein unnützer Troß, der ohne zur Ent-scheidung beizutragen, oft nur die Bewegung der Hee-re in der Schlacht stört. Aber die Sparter sandteneine Schaar, um die abziehenden Thespier anzugreifen.Diese besorgten nun, von dem Heere abgeschnitten,und aufgerieben zu werden; sie kehrten eiligst zu denThebern zurük, und beschlossen, die Sache des Vater-landes muthig zu vertheidigen.Kleombrotus stellte sich mit den Spartern aufden rechten Flügel seines Heeres; Archidamus, derSohn des Agesilaus, befehligte den linken Flügel, deraus den Bundesgenossen bestand. Die Mitte desspartischen Heeres war etwas zurükgezogen gegen diehervorragenden Flügel, die spartische Reiterei war vorder Fronte des Kleombrotus aufgestellt. Die Schlacht-ordnung der Sparter bildete einen Halbmond. Epa-minondas beschloß den Angriff mit seinem linken Flügel;hier hatte er die Theber, den Kern seines Heeres, in einePhalanx von fünfzig Mann Tiefe gestellt. Seine Flankedekte Pelopidas mit der heiligen Schaar. Den rechtenFlügel stellte er in schiefer Richtung, so daß er sichimmer mehr von dem linken Flügel des Feindes ent-fernte, je weiter er sich ausdehnte. Die Reiterei stellte
Février11e###