Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
26
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26Geschichte der Griechen,schaft über die mächtigen Inseln Corcyra, Zakynthusund Cephalenia; die Inseln des ägäischen Meeres, undselbst das entfernte Byzanz, die der Friede des Antal-cidas von den Athenern abgerissen hatte, kehrten zuihrem alten Bündnisse zurük.Theben suchte jezt die Städte Böotiens, die seitdem Frieden des Antalcidas unter dem Namen einerfreien Verfassung die Oberherrschaft Sparta's anerkann-ten, sich wieder zu unterwerfen. Plataea und The-spiae wurden überfallen, und ihre Mauern geschleift.Obschon zu dieser Zeit Athen mit Theben verbundenwar, flohen dennoch die Bewohner von Plataea nichtnach Sparta; seit der ersten Schlacht gegen die Per-ser, wo die Plataeer allein mit den Athenern vereint,bei Marathon das Heer des Datis und Artaphernes schlu-gen, ehrten die Athener die Bewohner dieser Stadt alsalte Kampfgenossen, die mit ihnen gemeinschaftlich die Eh-re Griechenlands bewahrt, und das Vaterland vom Unter-gang gerettet hatten. Die Platäer fanden freundliche Auf-nahme in Athen, und die Versammlung des Volkes beschloßdie Verbindung mit Theben zu brechen. GriechenlandsAngelegenheiten bekamen hierdurch eine andere Wen-dung, und nun zeigte sich Thebens ganze Kraft, denndiese Stadt, die zwar eine der mächtigsten in Grie-chenland war, hatte bisher doch nur einen untergeord-neten Rang im Vergleich mit der Macht der beidengroßen Republiken Athen und Sparta behauptet.Diesen hohen Rang erreichte Theben durch dieTapferkeit des Pelopidas, und durch den trefflichenEpaminondas, der in der Geschichte Griechenlands alseiner der erhabensten Charaktere glänzt. Seine reineSeele war von keinem Laster beflekt, sie war der Sitzaller Tugenden, die den Menschen über seine Mitmen-schen erheben. Jede Eigenschaft, die man von einemvoll-

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