Zweiter Abschnitt.dieser Stellung; die Sparter, erstaunt über diese un-gewöhnliche Art zu fechten, zogen sich zurük, und Cha-brias, dem seine Mitbürger ein Ehrendenkmal auf demMarkte zu Athen sezten, ließ sich in dieser Stellungabbilden. (Dieses Denkmal ist auf unsere Zeiten ge-kommen. In der Borghesischen Villa zu Rom siehtman einen Krieger, um dessen linken Arm der Ringdes Schildes schließt, der rechte Arm trägt den Speer;die Figur steht vorwärts gebeugt, und ruht auf demgebogenen linken Knie.)Agesilaus kehrte aus diesem Feldzuge zurük, ohneetwas anders bewirkt zu haben, als daß die Thebersich mit der Art vollkommen bekannt machten, wie dieSparter fochten, und da ihnen durch einige glüklicheGefechte der Muth gewachsen war, bildeten sie sich zuden großen Unternehmungen, die jezt erfolgten. DerPreis der Tapferkeit gebührte unstreitig dem Pelopidas.Er erschlug mit eigner Hand den Anführer des spar-tischen Heeres bei Tanagra, und in dem Treffen beiTegyra warf er ein ungleich stärkeres feindliches Heermit Schande in die Flucht. Er hatte eine Anzahl dertapfersten Jünglinge aus Theben gebildet, die man dieheilige Schaar nannte. Verbunden unter sich durchFreundschaft, Treue und Tapferkeit, hatten sie einenEid geschworen, sich in der Stunde der Gefahr niezu verlassen. Viele Jahre hindurch war der Sieg inihrem Gefolge, bis sie in der Schlacht bei Chaeroneasämmtlich getödtet wurden.Während die Theber den Krieg zu Lande mit Ta-pferkeit und Glük fortsezten, waren die Athener zurSee nicht minder thätig; ihre Befehlshaber Chabrias,Iphocrates und Timotheus schlugen die Flotte der Spar-ter und ihrer Bundesgenossen; sie verheerten die Küstenvon Laconien, und entzogen den Spartern die Herr-ſchaft
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