24Geschichte der Griechen,Böotien ein; aber er wagte nicht, die Hauptstadt an-zugreifen, und nachdem er zwei Monate hindurch dieFelder verheert hatte, ließ er zu Thespiä unter denBefehlen des Sphodrias eine Besatzung zurük, und zogwieder in den Peloponnes. Die Athener suchten nun, ausBesorgniß die Rache der Sparter auf sich zu ziehen, allenAntheil an der Befreiung Thebens abzuläugnen; sie brauch-ten den Vorwand, die nach Theben gesandte Unterstützungsey gegen den Willen des Volks abgegangen, und sie straf-ten wirklich die Volksredner, die zu dieser Maasregel gera-then hatten, theils am Leben, theils mit Verbannung, underneuerten sogar ihr gezwungenes Bündniß mit Sparta.Aber Theben, das an Athen einen mächtigen Beschützerzu verlieren besorgte, verleitete den Sphodrias, den Pi-raeischen Hafen von Athen zu überfallen. Es ist keinZweifel, daß Sparta dieses Unternehmen, wenn das-selbe gelungen wäre, mit eben dem Beifall angesehenhaben würde, wie den Ueberfall der Burg von The-ben, aber die Wachsamkeit der Athener vereitelte diesenVersuch, und Sphodrias verheerte unbesonnen bei sei-nem Rükzuge die Felder von Attika. Er ward zwarwegen dieser doppelten Verletzung des Friedens in Spartavor Gericht gestellt, aber die mächtige Fürsprache des Age-silaus, der wahrscheinlich von dieser Unternehmungwußte, bewirkte dessen Lossprechung. Die Athenerrüsteten sich nun zu Wasser und zu Lande; sie sandtenden Chabrias mit einem Heere nach Böotien, das durchden Agesilaus mit überlegener Macht verheert ward.Chabrias schlug einen Angriff der Sparter durch einebis dahin ungewöhnliche Stellung zurük; er hatte seineTruppen gelehrt, den Feind mit gesenktem linken Knieund vorgeworfenen Schild und Speer zu empfangen.Als nun Agesilaus die Theber von einem vortheilhaftenPosten durch seine leichten Truppen vergeblich zu ver-treiben suchte, und zur Unterstützung dieser Schaar seinganzes Heer vorrücken ließ, empfieng ihn Chabrias indie=
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