Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
13
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Erster Abschnitt.13Antalcidas war von der Regierung zu Spartabeauftragt, sich an den Hof des großen Königs zu be-geben, und den Frieden zu bewirken, dessen die Re-publik so sehr bedurfte. Seine Vorschläge gaben dasSchiksal der griechischen Pflanzstädte in Asien, für de-ren Erhaltung seit beinahe hundert Jahren so vielBlut vergossen war, unbedingt in die Hände des per-sischen Monarchen. Diese Bedingnisse, mußten aberdarum, weil sie mehr zusagten, als der König selbstgefordert haben würde, nothwendig Verdacht erregen,auch wurden sie nicht sogleich angenommen, und esverflossen mehrere Jahre, während welchen der Kriegthätig fortgesezt wurde. Die Sparter fielen aus Si-cyon und dem Lechäischen Hafen in das Gebiet vonArgos und Corinth; die Argiver und Boeotier streif-ten dagegen in das Gebiet von Sparta, und wechsel-weise wurden Ernten und Heerden geraubt. Athenwidmete seine ganze Thätigkeit dem Meere; unter derAnführung des Thrasybulus ward eine Flotte nach By-zanz geschikt, und diese Stadt nebst andern StädtenThraziens zur Verbindung mit Athen beredet. Auf derInsel Lesbos erfocht Thrasybulus einen vollständigenSieg über die Sparter, und willig verstärkten die mäch-tigsten Städte und Inseln die Flotte der Athener mitihren eigenen Schiffen. Mit dieser Verstärkung be-absichtete nun Thrasybulus die Eroberung von Rho-bus, aber indem er sich aus den asiatischen Seestädtenmit den Bedürfnissen zu diesem wichtigen Unternehmenzu versorgen suchte, und ohne Rüksicht seinen Geizdurch Plünderung der Städte zu befriedigen strebte,ward er bei Aspendus in Pamphylien in seinem Lagerüberfallen und erschlagen. Antalcidas säumte nicht,diese gegen eine persische Provinz unternommene Ge-waltthätigkeit mit den schwärzesten Farben darzustellen,und als die Athener endlich die Empörung des Eva-goras in Cypern, aus Dankbarkeit für den ihnen ge-lei-