Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
14
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14Geschichte der Griechen,leisteten Beistand unterstüzten, ward Artaxerres be-ſtimmt, dem ganzen Griechenlande den Frieden auffolgende Bedingnisse vor uschreiben: Daß die griechi-schen Städte in Asten die Insel Cypern, und die Halb-insel Clazomene dem persischen Reiche unterworfen seyn,daß Athen seine alte Gerichtsbarkeit über die InselnLemnos, Scyros und Imbros behalten, hingegen alleandern Staaten, die größern sowohl als die kleinernim unabhängigen Genuß ihrer erblichen Verfassungen,Freiheiten und Geſetze für immer bleiben ſollten. Wel-ches Volk diese zur Erhaltung der öffentlichen Ruhefestgesezten Bedingnisse verwerfen würde, würde vondem Könige von Persien in Verbindung mit Sparta,und mit vereinter Macht angegriffen werden. (Jahrvor Christi Geburt 389.)Es war zu vermuthen, daß die gegen Spartaverbündeten Staaten diesen Frieden, der wirklich denschönsten Theil Griechenlands der Willkühr fremder Un-terdrückung unterwarf, und den Keim zu innerlichenKriegen enthielt, nicht ohne Widerstreben annehmenwürden. Aber auch für diesen Fall war Vorsehunggethan, denn Antalcidas hatte mit einer großen Sum-me persischen Geldes die Machthaber der demokrati-schen Staaten Griechenlands zum Vortheil, diesesschändlichen Friedens gestimmt, eine Flotte von achtzigGaleeren war mit persischem Gelde ausgerüstet, undTeribazus, der Satrape von Carien, hatte ein bedeu-tendes Landheer in Bereitschaft gesezt, um damit jedenwiderstrebenden Staat zur Annahme eines Friedenszu zwingen, in welchem Sparta's Herrschsucht ganzGriechenland einem, fremden Despoten preis gegebenhatte, dessen Thron durch die Waffen der Griechen sooft erschüttert war. Widerwillig fügten sich die ver-bündeten Staaten dem Frieden, denn der Geist ihrerVäter hatte sie verlassen, und sie fühlten nicht Kraft