Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
11
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Erster Abschnitt.11felde von Coronaea ordnete, die Nachricht dieses Un-falls erhielt, und den ganzen Umfang desselben mit ei-nem Blicke übersah, dennoch die Ruhe des Gemüthesam Tage der Schlacht nicht verlor, und den Waffen-ruhm seines Vaterlandes kühn behauptete, währendder Verlust aller seiner Eroberungen in Asien demsel-ben unheilbare Wunden schlug, denn nur Abydus amHellespont, und das gegenüber liegende Sestos wur-den durch die Klugheit des Dercyllidas für Spartaerhalten.Conon hatte seine Verheissungen an den großenKönig glüklich erfüllt. Jezt beschloß er, seiner Vater-stadt ihre Mauern wiederzugeben, und die lange ver-schlossenen Häfen wieder zu öffnen. Das Gold derPerser, das vormals unter Xerxes ein unzählbaresHeer in Bewegung gesezt hatte, um Athen zu zerstö-ren, und wodurch es Sparta gelungen war, den pe-loponnesischen Krieg siegreich zu endigen, dieses persischeGold sollte jezt gebraucht werden, um die MauernAthens wiederherzustellen, und die Rache der Perser anSparta zu vollenden. Conoꝝ hatte dem großen Königvorgestellt, daß nur durch eine Nebenbuhlerin, wie Atheneinst war, der Stolz des herrschsüchtigen Sparta gezügeltwerden könne, und Artaxerxes hatte diesen Vorschlag ge-nehmigt. Die verschiedenen Abtheilungen der persischenFlette versammelten sich in den seit mehreren Jahrenverschlossenen Häfen Athens, sie führten Arbeiter und dieübrigen Bedürfnisse zur Wiederherstellung der Mauernmit sich, und in kurzer Zeit erhoben sich durch den uner-müdlichen Eifer der persischen und griechischen Werkleutedie Mauern Athens zu ihrer vorigen Stärke. Dieses Er-eigniß versezte die Regierung von Sparta in die lebhafte-ste Unruhe. Ihr Einfluß auf Griechenland war verloren;die Fehde mit Perſien war zu dem höchſten Grade der Er-bitterung gereift; ein mächtiger Bund in Griechenlandſtand