10Geschichte der Griechen,entdekte in derselben das Mittel, seinem Vaterlandeden verlornen Glanz wieder zu verschaffen. Pharna-bazus, der ihn als Feind kennen gelernt und geachtethatte, und Evagoras, sein Freund und Beschützer, em-pfahlen ihn dem persischen Monarchen, und Conon rei-ste nach Babylon, wo damals der König sein Hofla-ger hielt. Artarerxes, den die von den Spartern er-littenen Kränkungen, und besonders die Siege desAgesilaus mit Kummer und Besorgniß erfüllt hatten,ergriff begierig die Vorschläge Conons, die sowohl mitseiner Persönlichkeit, als auch mit der Politik des per-sischen Hofes, die Griechen durch häusliche Fehden zubeschäftigen, so genau übereinstimmten. Pharnabazusward zum Oberfeldherrn der Landtruppen ernannt,und Conon erhielt den Oberbefehl über die Flotte derPerser, nebst einer sehr beträchtlichen Summe Geldes,um den Krieg thätig fortzusetzen. Mit diesem Geldeerkaufte er leicht den Beistand mehrerer griechischenStädte in Asien, die des spartischen Joches müde wa-ren, und erschuf eine Flotte, mit der er auch ohneden Beistand der persischen Schiffe die Sparter zu be-siegen, und Athen die Herrschaft zur See zu erkäm-pfen hoffte. Er vereinigte jedoch seine Streitkräftemit der persischen Flotte, und nun segelte er aus, umdie Sparter aufzusuchen. Er fand sie an den spora-dischen Inseln. Seine Uebermacht brachte die Feindebald zur Flucht, nur ihr Befehlshaber Pisander suchteund fand den Tod in diesem Treffen. Die Sparterverloren eine große Anzahl ihrer Schiffe, und ausserdenen, die in der Schlacht versenkt wurden, eroberteConon fünfzig Galeeren. Die Folge dieses Siegeswar der Abfall der ganzen westlichen Küste von Klein-asien, und Sparta verlor an einem Tage die Früchtevon Agesilaus glüklichen Feldzügen. Es verdient un-sere Bewunderung, daß dieser hochherzige Fürst, derin dem Augenblicke, wo er sein Heer auf dem Schlacht-felde
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