Geschichte der Griechen,opfer, zu bringen. Begeistert durch die Nachricht desvon der Flotte des erfochtenen Sieges fochten dieSparter in der Schlacht bei Coronaea, aber währendAgesilaus mit seinem rechten Flügel den linken derBundesgenoſſen nach hartnaͤckiger Gegenwehr zum Wei-chen brachte, wurde der linke Flügel seines Heeres vonden Thebern, die mit unwiderstehlicher Kraft Alles vorsich niederwarfen, in die Flucht geschlagen. Die The-ber verfolgten den Feind nicht, sie eilten ihren Bun-desgenossen zu Hülfe, die gegen das Gebirge flohen.Agesilaus warf sich ihnen in der Fronte entgegen; einwüthendes Gefecht zeigte den Spartern, daß die The-ber ihnen an Kraft und Muth ähnlich waren. DerStoß dieser Krieger war fürchterlich, bald waren dieSpeere gebrochen, und das Schwert wüthete in denblutenden Reihen; die Theber erreichten ihren Zwek,und drangen durch die Schaaren der Sparter, abersie konnten ihre fliehenden Bundesgenossen nicht bewe-gen, die Schlacht zu erneuern, die Sparter behaupte-ten das Schlachtfeld, und Agesilaus, mit vielen Wun-den bedekt, errang die blutige Palme. Die Siegererrichteten eine Trophäe, die Ueberwundenen baten umdie Erlaubniß, ihre Todten zu bestatten; der spartischeKönig reiste nun nach Phocis, um den zehnten Theilseiner aus Asien zusammen geschleppten Beute dem del-phischen Apoll zu weihen. Dieses Weihgeschenk be-trug über 100 Talente (beiläufig 220,000 Gulden un-seres Geldes), und nach dieser feierlichen Handlungkehrte er zur See nach Sparta zurük. (J. v. C. G. 394.)Von jezt an ward der Krieg zwischen Sparta undden Bundesgenossen der Theber nur durch Verheerungder feindlichen Gebiete geführt. Nur in der StadtKorinth begann jezt der Kampf der vornehmen undreichen Bürger mit den Anhängern der Volksfreiheitmit beispielloser Wuth. Die mit persischem Golde be-ste-
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