Erster Abschnitt.bei Plataea. Auf die Nachricht von dem Unfalle Ly-sanders begab er sich auf das Schlachtfeld, aber erlegte dadurch, daß er die Körper der Erschlagenenverlangte, das Bekenntniß der Niederlage ab, undzog nach Lacedämon zurük. Die unmittelbare Folgedieses Sieges war der Abfall vieler Bundesgenossenund die offene Erklärung des Krieges der Staatenvon Athen, Theben, Korinth und Argos gegen Sparta.In dieser Lage, wo die Macht dieses Staates unterAgesilaus in Asien siegreich kämpfte, und dagegen ein mäch-tiger Bund das Vaterland bedrohte, beschlossen die Sparterihren König zurükzurufen. Er gehorchte augenbliklichdem Befehl, aber er ließ einige tausend Krieger in Asienzurük, um seine Eroberungen zu behaupten. Mit demübrigen Heere gieng er über den Hellespont nach Eu-ropa über, schlug auf dem Marsch durch, Thessalien dieReiterei der Fürsten des Landes, die bereits dem Bun-de gegen Sparta beigetreten waren, und lagerte beiCoronaea in Böotien. Das Heer des Bundes, dessenStärke über zwanzigtausend Mann betrug, zog aufdie Nachricht, daß Agesilaus sich nähere, nach einemblutigen, aber unentschiedenen Gefechte bei Sicyon,aus dem Peloponnes gleichfalls nach Böotien, undbeide Heere stunden sich bereits im Angesicht, als Age-silaus die Nachricht erhielt, die spartische Flotte, derenOberbefehl er dem Pisander übertragen hatte, sey vonder persischen Flotte unter der Anführung des Athe-ners Conon bei Cnidus mit großem Verlust geschlagen,und Pisander selbst getödtet. Klüglich verbarg der Kö-nig den empfindlichen Verlust, den Sparta's Seemachtin diesem entscheidenden Treffen erlitten hatte, er be-rief seine Krieger, und verkündete ihnen, daß zwarßisander gefallen sey, daß jedoch die spartische Flottegesiegt habe. Er befahl dem Heere, sich mit Kränzenzu schmücken, und den Göttern ein allgemeines Dank-opfer
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