Geschichte der Griechen,Locrier, ein wildes übermüthiges Volk, wurden auf-gereizt, einen Landstrich zu berauben, dessen Besiz zwi-schen Theben und Phocis streitig war. Die Phocierwaren Sparta's Verbündete; sie ergriffen die Waffen,um den ungerechten Angriff zurükzutreiben. Aber dieTheber sandten den Locriern Unterstützung, und Sparta,beleidigt durch diese Unterstützung der Feinde seiner Bun-desgenossen, sandte den Lysander mit einem Heere nachBoͤotien. Schon waren einige Städte dieſes Landesvon den Spartern erobert, als Lysander beschloß, Ha-liartus, nach Theben die stärkste Festung in Böotien,anzugreifen. Da er jedoch sein Heer zu schwach fand,um diesen Entwurf allein auszuführen, sandte er einenBoten an Pausanias, den König von Sparta, dermit sechstausend Peloponnesern auf dem Zuge nachBöotien begriffen war, und ersuchte ihn seinen Marschzu beschleunigen, zugleich eröffnete er dem König seineAbsicht auf Haliartus,Dieser Bote ward von den Thebern aufgefangen.Die Athener hatten sich auf die Nachricht von Lysan-ders Einfall in Böotien bereits für Theben erklärt,und eine mächtige Verstärkung nach dieser Stadt ge-sandt. Die Theber vertrauten diesen Truppen ihreStadt an, und zogen in derselben Nacht nach Haliar-tus. Am folgenden Morgen erschien Lysander vor die-ser Stadt. Er fand die Mauern unbesezt, und derUngestüm seiner Krieger forderte laut das Zeichen zumSturm; der Feldherr war im Begriff, das gewöhn-liche Opfer zu vollziehen, als sich plözlich die Thoreöffneten, die Theber und die Bewohner von Haliartusmit Wuth herausdrangen, und die noch nicht zur Schlachtgeordneten Sparter anfielen. Lysander war einer derersten, die ihren Tod fanden. Ueber tausend Sparterund Peloponneser wurden getödtet, die übrigen ergrif-fen die Flucht. Pausanias stand mit seinen Kriegernbei
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