Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
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Erster Abschnitt.zur königlichen Würde erhoben wurde. Kaum hatteer den Thron bestiegen, als er eine gefährliche Ver-schwörung unterdrükte, deren Zwek der Umsturz derpartischen Verfassung war. Er erhielt nun denOberbefehl der griechischen Macht in Asien (J. v. C.G. 396), und in drei Feldzügen, während denen erdie Statthalterschaften des Pharnabazus und Tissapher-nes wechselweise brandschazte und verheerte, die ihmentgegenstehenden Heere schlug, und endlich in Lydiendas Lager des Tissaphernes eroberte, faßte er denkühnen Gedanken, Persien zu erobern. Schon hatteer die Provinzen Phrygien und Carien bezwungen, diekleinen Fürsten, die bisher dem Monarchen von Persienunterworfen waren, hatten ihre Söldner mit den Heereder Griechen vereinigt. Egypten war im Aufstand,und die feurigsten Hoffnungen des Agesilaus schienenerfüllt zu werden, als der große König, statt dem Feindeim offenen Felde entgegen zu gehen, durch Bestechungenin Griechenland neue Unruhen zu erregen suchte. Zueiner Zeit, wo die Liebe zum Vaterlande bei den Grie-chen gänzlich erloschen war, und die Machthaber in fastallen Staaten den persönlichen Vortheil dem öffentlichenWohl vorzogen, konnten die Leidenschaften durch dieAllmacht des Goldes leicht aufgereizt werden. Argos,Korinth und Theben waren die ersten, die durch dieUnterhändler der Perser gewonnen, die drückende Ober-gewalt von Sparta zum Vorwande einer neuen Ver-bindung gegen diesen Staat brauchten. Die Häupterdieser Staaten waren sämmtlich durch das Gold derPerser bestochen. Athen, das die Schande seiner Ab-hängigkeit von der oft mit Glük bekämpften Neben-buhlerin unerträglich fand, ward durch die Hoffnung,sein vormaliges Ansehen wieder zu erhalten, leicht zumBeitritt beredet, aber dennoch wirkte die Furcht somächtig auf den neuen Bund, daß man es vorzog, Spar-ta nicht mit offener Gewalt zu befehden. Die ozolischenLo-