Druckschrift 
2 (1821)
Entstehung
Seite
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Geschichte der Griechen,das unter der Anführung dieses Feldherrn den altenWaffenruhm Sparta's mit neuem Glanze umgab.Eben so rühmlich leitete Dercyllidas die bürgerlicheVerwaltung der griechischen Pflanzstädte; er schafftedie drückendsten Auflagen ab, und zog die Bedürf-nisse seines Heeres größtentheils aus den feindlichenProvinzen. Er sicherte die fruchtbare thrazische Halb-insel gegen die Einfälle ihrer wilden Nachbarn, undbefestigte die Erdenge, durch die diese Halbinsel mitdem festen Lande zusammenhängt, mit einer starkenMauer. Mit ſeinem im Verhältniß gegen die ver-einte Macht der persischen Satrapen schwachen Heereforderte er die Feinde kühn zum Treffen, aber Tissa-phernes knüpfte Unterhandlungen mit Dercyllydas an;während die Boten mit den Bedingnissen des vorge-schlagenen Friedens an den persischen Hof und nachSparta abgegangen waren, wurden die Rüstungen be-sonders in den phönizischen Seehäfen mit rastlosemEifer betrieben, und die Sparter sahen mit Unwillen,daß Tissaphernes nur in der Absicht seine Streitkräf-te zu verstärken, trügerische Vorschläge zum Friedengemacht hatte.Indessen war Agesilaus nach dem Tode des KönigsAgis zu dem Throne von Sparta berufen worden.Dieser Fürst war mit einer Geistesgröße und miteiner Erhabenheit der Seele begabt, die ihm unstrei-tig unter den Königen von Sparta und unter denHelden Griechenlands eine der ersten Stellen anweisen.Seine Gestalt war klein und unansehnlich, aber seineTugenden hatten ihm bereits die Achtung der erstenMänner des Staates gesichert, als besonders durchLysanders Bemühung Leotychides, den Agis erst aufseinem Sterbelager als seinen Sohn anerkannt hatte,wegen zweifelhafter Abkunft von der Thronfolge aus-geschlossen, und Agesilaus, der Halbbruder des Agis,.zur