159Mädchen auf der Leier vor, während ein Alter, hinter dessenRücken das Mädchen steht, auf einer Bank Waffen ausbessertund den aufgehobenen Hammer nicht sinken läßt, um nichts vonden Tönen zu verlieren.54. Allbeliebt und bekannt ist ein anmuthiges Bild vonKörner: Ein Jäger, der seinem Liebchen die Hei-math zeigt. Süßer romantischer Duft haucht aus der einfachenLandschaft und verklärt die schlanke Gestalt des Jägers unddie weiche Nachgiebigkeit des Mädchens zu idealischer Schönheit.Mit der Hand über dem Auge sucht das Mädchen die Stellezu erspähen, wo ihr Herzgeliebter wohnt, und dieser gibt sichalle Mühe, ihre Blicke richtig hinzulenken.„Die Mutter mit dem Kinde, welche eine Hennemit ihren Küchlein füttert“ ist warm von Farbe, aberder Stoff gehört so halb und halb in's läppische Genre.55. „Gretchen und Lieschen am Brunnen“ vonJacob würde Auszeichnung verdienen, wenn nicht einige übleVerzeichnungen den Eindruck störten. Das arme schuldbewußteGretchen hat das blasse Antlitz auf die gefälteten Hände gelehntund diese stützen sich ihrerseits auf den Wasserkrug. Ihr Antlitzist sehr reizend und das schmerzhafte Bewußtsein der Schuldworan sie durch das leichtfertige Geschwätz Lieschens erinnertwird, verleiht ihr eine seltsame anziehende Schönheit. Lieschenist ganz gewöhnlich.
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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