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2 (1840) Übungsbuch
Entstehung
Seite
75
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Wechselrechnung.nur bei solchen Wechseln Statt finden, in welchem die Worte:oderdessen Ordre angemerkt sind. O kann nun wieder ebenso ver-fahren als N und auf die Rückseite schreiben:Für mich an dieOrdre des Herrn P u. s. w. und der Brief läuft auf diese Weisedurch mehrere Hände. Der letzte Inhaber Z zeigt ihm dem HerrnRunde in Elberfeld vor. Nimmt dieser den Wechsel an, so schreibter darunteracceptirt (angenommen). Z (der Präsentant) behältnun den Brief bis auf den Verfalltag, da er denselben vorzeigt. HerrRunde bezahlt nun entweder gleich oder am folgenden Tage dieSumme, auf welche der Wechsel lautet. An manchen Orten wirdder Wechsel erst mehrere Tage nach dem Verfalltage bezahlt. Mannennt diese Tage Respekttage, von welchem bald nachher die Redesein wird. Nimmt Runde den Wechsel nicht an, so läßt Z ge-richtlich protestiren, d. h. er läßt von einem Rechtsbeamten, einenNotarius, ein schriftliches Zeugniß aufsetzen, in welchem erklärt wird,daß der Präsentant den Wechselbrief zu rechter Zeit vorgezeigt, HerrRunde aber die Annahme oder die Zahlung verweigert habe. Einsolches Zeugniß heißt Protest. Z schickt den Protest an Y, von wel-chem er den Wechselbrief erhalten hat. Der Wechsel läuft nun aufalle Indossenten zurück, bis auf den Remittenten A, welcher ihn demTrassenten Lauter wieder einhändigt. Dieser muß endlich, wennjeder Indossent, wie auch der letzte Inhaber des Wechsels, gesetzlichund punktlich verfahren hat, den Wechsel mit allen Kosten bezahlen.Um aber diese Kosten zu mindern, wird oft noch auf den Wechseleine Nothadresse geschrieben, vermöge welcher der Präsentant, imFall man die Zahlung weigert, auf einen andern angewiesen wird.Ich kann einen Wechselbrief entweder auf mich selbst oder aufeine andere Person ausstellen. Jene heißen eigene Wechsel,oder auch Wechsel auf sich selbst (Promessen) und sie enthalten aus-drücklich die Worte:Gegen diesen meinen Wechselbrief zahle ich ...Monat nach dato u. s. w. Wenn Wechselbriefe auf entfernteOrte gehen, so werden, der Sicherheit wegen, oft mehrere Abschriftendavon genommen und diese zu verschiedenen Zeiten abgesandt. Dererste Wechselbrief führt den Namen Prima, der zweite Sekunda,der dritte Tertia, welche Namen im Wechselbriefe angeführt werden.An bedeutenden Handelsplätzen sind Kaufleute, welche sich nurmit Wechselgeschäften abgeben. Sie werden Banquier oder Wechs-ler genannt. Man kann bei denselben für baares Geld Wechsel-briefe, die an entfernten Orten zahlbar sind, einkaufen, oder Wech-selbriefe für baares Geld verkaufen oder Wechselbriefe gegen andereWechselbriefe tauschen. Wöchentlich wird durch kleine Zettel (Kurs-zettel) bekannt gemacht, zu welchen Preisen Wechsel zu kaufen oderzu verkaufen sind.In einigen großen Handelsstädten hat man noch besondere, fürden Handel sehr bequeme und vortheilhafte Veranstaltungen getroffen.Mehrere Kaufleute nämlich haben zur Beförderung eines leichterenVerkehrs gemeinschaftlich eine Summe Geld zusammengelegt. Mannennt solche, unter dem Schutze der Obrigkeit stehende Anstalt, eineBank, von welcher für den Handel besonders zwei Arten zu mer-